ATI weiter auf Gewinnkurs

Höhere Marktanteile wirken sich für ATI auch finanziell positiv aus

Die erfreulichen Nachrichten für ATI Technologies reißen in letzter Zeit nicht ab. Bei der Präsentation des letzten Quartalsergebnisses im Dezember konnte man einen Rekordumsatz und eine Gewinnverdopplung vermelden. Dann wurde im Januar klar, dass die Kanadier Ende letzten Jahres erstmals nach langer Zeit Konkurrent nVidia bei den Marktanteilen überholt haben. So ist es denn auch keine Überraschung, dass das heute von ATI präsentierte finanzielle Ergebnis der Monate Dezember, Januar und Februar erneut sehr positiv ausfiel.

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In diesen drei Monaten, dem fiskalisch gesehen zweiten Quartal 2004, konnten Einnahmen in Höhe von 463,3 Millionen US-Dollar verzeichnet werden. Das sind immerhin 47,8% mehr als im üblicherweise zum Vergleich herangezogenen zweiten Quartal 2003 (damals: $313,5 Mio.). Zu diesem Anstieg trugen alle Produktsparten von ATI bei. In dem für uns interessanten PC-Bereich lagen die Einnahmen um immerhin 35% höher als vor einem Jahr.
Der Gewinn von ATI lag in den letzten drei Monaten bei 47,6 Millionen US-Dollar. Im Vorjahresquartal musste man noch einen Verlust von $9,4 Mio. verbuchen.
Gegenüber dem ersten Quartal des fiskalischen Jahres 2004 (Sep.-Nov. 2003) blieben Umsatz und Gewinn fast konstant. Damals wurden $469,7 Mio. (-1,4%) eingenommen und ein Überschuss von $47,4 Mio. (+0,4%) erzielt.
Trotz des jetzt anstehenden, traditionell eher schwachen Quartals ist ATI weiter optimistisch und erwartet in den Monaten März, April und Mai insgesamt Einnahmen im Bereich von 440 bis 480 Millionen US-Dollar.
Weitere Informationen zu dem finanziellen Ergebnis von ATI sind der Pressemitteilung zu entnehmen.

Konkurrent nVidia hatte zuletzt weniger hoffnungsvolle Zahlen veröffentlicht. Obwohl die Einnahmen der Kalifornier gestiegen waren, musste man einen deutlichen Gewinnrückgang hinnehmen.

Daneben gibt es noch eine Personalie an der Spitze von ATI Technologies zu vermelden. Wie das Unternehmen ebenfalls heute bekannt gab, wird der heute als COO (Chief Operating Officer) und President tätige Dave Orton am 1. Juni den Posten des CEO (Chief Executive Officer) von ATI übernehmen. Der langjährige CEO K.Y. Ho wird diese Stelle freimachen und sich dann auf seinen Job als Chairman sowie strategische Aufgaben konzentrieren.
Dave Orton war im Jahre 2000 durch den Kauf der Firma ArtX, wo er schon als CEO tätig war, zu ATI gestoßen. Zuvor war Orton schon im gehobenen Management bei SGI (Silicon Graphics) sowie bei General Electric und Bell Laboratories beschäftigt.
ArtX galt damals als eine der führende Firmen bei der High-Performance Grafik für den PC- und Unterhaltungselektronik-Markt. Das bei ATI integrierte Team von ArtX entwickelte unter anderem die Grafik für den Nintendo Gamecube und den R300 Grafikchip der Radeon 9500 und 9700 Grafikkartenserien, mit denen ATI erstmals nach langer Zeit wieder die Führung im High-End Grafiksegment übernehmen konnte.

Dave Orton, künftiger CEO von ATI

Quelle: E-Mail

Frank Schräer

Herausgeber, Chefredakteur und Webmaster

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