AMD will Schadenersatz von Intel

In Japan fordert AMD $50 Millionen wegen Verletzung des Kartellrechts

Nach der Klage in den USA gegen Intel wegen angeblicher Verstöße gegen das Kartellrecht hat AMD in Japan nachgelegt. Die dortige Niederlassung von Intel wurde letzte Woche auf Schadenersatz in Höhe von 50 Millionen US-Dollar verklagt. Dabei beruft man sich auf eine Entscheidung der japanischen Wettbewerbskommission. Diese hatte bereits im März Verstöße von Intel gegen das Kartellrecht festgestellt.

Anzeige

Nach Ansicht der japanischen Wettbewerbshüter hat Intel in Japan “die Geschäftsaktivitäten von AMD Japan behindert“. Das Unternehmen hätte “fünf japanischen PC-Herstellern (NEC, Fujitsu, Toshiba, Sony und Hitachi) hohe finanzielle Mittel gewährt“, damit diese keine Prozessoren von AMD mehr beziehen. AMD: “Als Resultat aus diesen unrechtmäßigen Geschäftspraktiken sind AMD Japan hohe Schäden entstanden. So hat das Unternehmen seinen gesamten Umsatz mit Toshiba, Sony und Hitachi verloren und musste ernsthafte Umsatzeinbußen mit NEC und Fujitsu hinnehmen.“
Wie bei der Klage in den USA wurden auch hier einige Beispiele für die nach Ansicht von AMD wettbewerbsfeindlichen Maßnahmen von Seiten Intels aufgeführt. So hat Intel angeblich eine gemeinsame Werbeveranstaltung von AMD und einem Partner behindert, indem der Marktführer unmittelbar vor Beginn der Veranstaltung alle PCs mit AMD CPUs aufgekauft und durch PCs mit Intel Prozessoren ersetzt hat. Als Gegenleistung habe Intel dem Kunden “hohe finanzielle Mittel“ als “Belohnung“ zur Verfügung gestellt.
Weitere Informationen sind der Pressemitteilung zu entnehmen.

(Visited 1 times, 1 visits today)

Quelle: E-Mail

Frank Schräer

Herausgeber, Chefredakteur und Webmaster

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.