DVB-T flächendeckend

ARD und ZDF wollen deutschlandweit ausbauen

Bis zum Jahr 2008 soll das Fernsehen in Deutschland fächendeckend auf DVB-T umgestellt sein. Flächendeckend bedeutet hierbei: Zugang für über 90 Prozent der Haushalte. Bis Ende 2005 soll der Versorgungsgrad bereits 55 Prozent der Bevölkerung (das enspricht etwa 45 Millionen Einwohner) erreicht haben. Die privaten Anstalten zeigen jedoch noch wenig interesse. Ihre Sender werden derzeit hauptsächlich über Kabel und Satellit übertragen, DVB-T setzt aber weiterhin auf die Antenne.

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In den Ballungsräumen seien Pilotprojekte mit DVB-T ein „Erfolgsprodukt“ für Zuschauer und Programmveranstalter gewesen, und so hofft der Vorsitzende der Produktions- und Technikkommision von ARD und ZDF, Herbert Tillmann, dennoch auf die Unterstützung der privaten Sender. Der Premiere-Chef Georg Kofler fordert jedoch ein ähnliches Projekt für die volle Digitalisierung von Satellit und Kabel.

Die Umstellung des terrestrischen Fernsehens auf die digitale Technologie soll in Stufen geschehen. Sobald ein ausreichender Anteil der Bevölkerung digitales Fernsehen über die Antenne empfangen kann, wird das analoge Signal abgeschaltet werden. DVB-T steht derzeit aber noch unter Kritik. So stehe die Bildqualität hinter dem derzeit möglichen noch zurück. Zudem müssten Antennen ausgetauscht oder neu ausgerichtet werden und neue Empfangsgeräte werden notwendig. Auch derzeitige DVD- und Videorekorder arbeiten nur eingeschränkt mit DVB-T zusammen. Zu allem Überdruss wird auch noch geplant, wie in den USA ein sogenanntes Broadcast-Flag mitzusenden, dass ähnlich dem Macrovision-Kopierschutz für physische Medien den Aufnahmegeräten vorschreibt, ob die entsprechende Sendung aufgezeichnet werden darf oder nicht.

Quelle: Eigene

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