USI übernimmt Abit Mainboards

Taiwanesischer Hersteller verleibt sich Abits Mainboard-Geschäft ein

Anfang dieses Jahres war noch befürchtet worden, dass der besonders für seine Overclocking-Features bekannte Mainboard-Hersteller Abit aufgrund von finanziellen Schwierigkeiten vor dem Aus steht. Heute nun wurde bekannt gegeben, dass das Mainboard-Geschäft von Abit von USI (Universal Scientific Industrial) übernommen wurde. USI ist hierzulande keine bekannte Marke, fertigt in Taiwan aber selbst bereits seit zehn Jahren Computerprodukte, u.a. Mainboards.

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Abit spricht in der eigenen Presseerklärung von einem „Zusammenschluss“ – ohne Details zu nennen – aber letztendlich läuft es wohl darauf hinaus, dass USI das Mainboard-Business von Abit kauft. Dazu will USI aber noch ein eigenes Tochterunternehmen gründen, in das die Teile von Abit integriert werden. Es fehlt allerdings noch ein definitives Abkommen beider Seiten über diese Transaktion.
Ist diese Vereinbarung mal unterschrieben, wird USI fast 9 Millionen Euro plus 20 Mio. eigener Aktien zahlen, um die Mainboard-Marke „Abit“ sowie alle Patente, Produkte und Mitarbeiter von Abits Mainboard-Business zu übernehmen. Dieser relativ niedrige Preis ist eine Folge des finanziellen Niedergangs von Abit im letzten Jahr. Seit April 2005 hat die Aktie von Abit mehr als 70% an Wert verloren.
In der Vergangenheit hat Abit neben Mainboards noch weitere Produkte angeboten. Das Barebone Business (DigiDice) wurde schon vor zwei Jahren eingestellt. Das gleiche Schicksal erreichten Abit Grafikkarten Mitte des letzten Jahres.
USI hofft, mit der Übernahme künftig auf über 10 Millionen produzierte Mainboards pro Jahr zu kommen. Abit selbst hat zuletzt noch zwischen 2 und 2,5 Mio. Hauptplatinen im Jahr verkauft.

Quelle: DigiTimes

Frank Schräer

Herausgeber, Chefredakteur und Webmaster

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