Xbox 360 bald wieder lieferbar?

Microsoft: In den nächsten 4-6 Wochen kann jeder eine Xbox 360 kaufen

Etwas mehr als drei Monate nach der offiziellen Einführung der Xbox 360 sollen die Lieferprobleme bald eine Ende haben, wenn man Microsoft Glauben schenken will. Peter Moore, Microsoft Vice President für den Entertainment-Bereich, sagte letzte Woche dazu: „Innerhalb der nächsten vier bis sechs Wochen kann jeder in einen Laden gehen und eine Xbox 360 kaufen.“ Momentan wäre dieser Weg noch vergebens, denn die Händler haben keine Geräte vorrätig.

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Einen einzigen Grund für die Nachschubprobleme der Xbox 360 gibt es wohl nicht, es läuft auf eine Kombination verschiedener Faktoren hinaus. Microsoft dürfte zum Einen seine Produktionskapazitäten überschätzt haben. Hinzu kamen zwischendurch Lieferschwierigkeiten bei einigen Komponenten. Zum Anderen war der Plan einer gleichzeitigen Einführung in Nordamerika, Europa und Japan wohl doch zu kühn. Bei Spielkonsolen ist so etwas unüblich, da liegen oft Monate zwischen der Verfügbarkeit neuer Geräte in den einzelnen Kontinenten. Außerdem hat man wohl die Nachfrage in Japan überschätzt und dort zuviele Geräte bereit gestellt. Während die Xbox 360 in Nordamerika und Europa aus den Regalen gerissen wurde, wurden in Japan in den ersten Tagen wohl nur 25% bis 50% der verfügbaren Konsolen verkauft. Auch heute ist die Xbox 360 in Japan noch relativ gut erhältlich und das Interesse der Konsumenten ist vergleichsweise gering.
Hinzu kam eine bislang begrenzte Anzahl von guten Spielen für die Xbox 360 und was soll der Käufer mit einer neuen Spielkonsole ohne Spielspaß?

Trotz der genannten Probleme glaubt Microsoft weiter daran, das Xbox-Geschäft bis Mitte dieses Jahres profitabel zu gestalten. Man steht auch weiterhin zu der Strategie der (beinahe) weltweiten Einführung, wie Peter Moore ausführte. “War es kontrovers? Ja. Aber das haben wir gebraucht, um eine Spielkonsole der nächsten Generation einem weltweiten Publikum nahe zu bringen. Es gab kurzzeitige Engpässe, aber wir haben im nächsten Schritt nun einen klaren Vorteil.“ Moore spielt damit auf die Konkurrenz von Sony und Nintendo an, deren neue Spielkonsolen auch noch in diesem Jahr erwartet werden, aber noch nicht auf dem Markt sind. Solange Sony PlayStation 3 und Nintendo Revolution noch nicht erhältlich sind, kann Microsoft mit der Xbox 360 das Feld der Konsolen-hungrigen Anwender allein abgrasen.

Xbox 360
Peter Moore, Microsoft Vice President für den Entertainment-Bereich

Quelle: Ars Technica

Frank Schräer

Herausgeber, Chefredakteur und Webmaster

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