Details zur Nintendo Revolution

Infos zu CPU und Grafikchip von Nintendos kommender Spielkonsole

Nintendo hat bereits seit der ersten Ankündigung der neuen Spielkonsole mit dem Codenamen ‚Revolution‘ gesagt, dass man kein Interesse an einem technologischen Wettstreit mit Microsoft und Sony habe. Deren Xbox 360 und PlayStation 3 werden der Revolution deshalb rein von der Papierform her deutlich überlegen sein. Jetzt sind Details zu Prozessor und Grafikchip von Nintendos kommender Konsole bekannt geworden, die das unternauern.

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Nintendo setzt mit der Revolution auf eine kompakte Bauform, geringe Geräuschentwicklung, erschwinglichen Preis und eine innovative Steuerung. Der Prozessor von IBM (Codename ‚Broadway‘) und der Grafik- bzw. Mediachip von ATI (Codename ‚Hollywood‘) sollen im Vergleich zu den Komponenten des Nintendo GameCube lediglich erweitert und höher getaktet sein. Software-Häuser, die bereits Spiele für den GameCube entwickelt haben, sollten deshalb keine Schwierigkeiten beim Übergang auf die neue Spielkonsole haben.
Angeblich wird die IBM ‚Broadway‘ CPU laut Entwicklerdokumentation von Nintendo mit 729 MHz getaktet. Zum Vergleich: Die ‚Gekko‘ CPU des GameCube läuft mit 485 MHz und die CPU der Original-Xbox mit 733 MHz. Die Xbox 360 verfügt sogar über drei CPU-Kerne mit jeweils 3.2 GHz.
Natürlich ist vor allem bei Spielkonsolen die Taktfrequenz der CPU nicht alleinentscheidend über die Leistungsfähigkeit des Geräts. Zumal es sich mit IBM PowerPC bei Nintendo und Intel-basierter Xbox-CPU um andere Architekturen handelt. Trotzdem lässt sich damit erahnen, dass die CPU der Revolution allein nur ungefähr so schnell sein dürfte wie die CPU der Original-Xbox.
Beim Grafikchip sieht es ähnlich aus. Demnach ist die ATI ‚Hollywood‘ GPU mit 243 MHz getaktet. Die ‚Flipper‘ GPU im GameCube läuft dagegen mit 162 MHz und der nVidia Grafikchip in der Original-Xbox taktet mit 233 MHz. Das Gerücht, dass ‚Hollywood‘ mit zusätzlichen Shader Einheiten versehen wurde, scheint sich darüberhinaus nicht zu bestätigen.
Beim ‚Hollywood‘ handelt es sich angeblich um einen hochgradig integrierten Chip, der für Grafik, Digitalsound sowie Input/Output sorgt und über 3 MB integrierten Texturspeicher verfügt.
Insgesamt soll die Nintendo Revolution 88 MB Hauptspeicher besitzen, plus erwähnten 3 MB Textur-RAM im Grafikchip. Zum Vergleich: der GameCube verfügt über 40 MB RAM plus 3 MB Grafikspeicher. In der Original-Xbox sind 64 MB RAM und in Xbox 360 sowie PlayStation 3 sogar 512 MB Hauptspeicher integriert.

Insgesamt scheint sich Nintendo als tatsächlich nicht auf eine „technologische Revolution“ zu konzentrieren, sondern legt den Fokus auf andere Dinge wie den neuartigen Controller. Man darf gespannt sein, ob sich dieser Ansatz auf dem Markt durchsetzt und von den Spielefans honoriert wird.

Controller der Nintendo Revolution
Controller der Nintendo Revolution
Controller der Nintendo Revolution

Quelle: IGN

Frank Schräer

Herausgeber, Chefredakteur und Webmaster

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