DisplayPort – der DVI-Nachfolger

Neuer VESA Standard für hochauflösende Bild- und Tonübertragung

Die „Video Electronics Standards Association“ (VESA) hat die endgültige Version vom „DisplayPort“ verabschiedet. Der im letzten Jahr schon angekündigte neue Standard soll Nachfolger vom „Digital Visual Interface“ (DVI) werden, der digitalen Schnittstelle des Computers zum Monitor. Der DisplayPort besitzt eine höhere Bandbreite und unterstützt deshalb neben dem Bild- auch ein Tonsignal, beides in High Definition (HD).

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Die Spezifikation des DisplayPort 1.0 sieht eine Bandbreite von 10,8 Gbit/s vor, genug für einen unkomprimierten Videostream inklusive entsprechendem Audiosignal. Neben dieser unidirektionalen Verbindung vom Computer zum Monitor ist auch ein bidirektionaler Kanal (1 Mbit/s) vorgesehen, z.B. für die automatische Erkennung von Geräten (Plug’n’Play).
Im Vergleich zu DVI sollen höhere Auflösungen, höhere Bildfrequenzen, 8-bit und 10-bit Farben unterstützt werden. Außerdem ist wie bei HDMI, dem Gegenstück zum DisplayPort im Bereich der Unterhaltungselektronik, ein Kopierschutzmechanismus integriert. Dabei handelt es sich eine 128bit Verschlüsselung, die in den HD Videodaten kodiert wird. Die VESA will offenbar auch gleich noch Konkurrenz zum HDMI (High Definition Multimedia Interface) aufbauen, denn es wird betont, dass der DisplayPort auch geeignet ist für die Verbindung zu TV, DVD-Spielern etc. Grafikkarten mit dem DisplayPort dürften dann wohl auf einen gesonderten TV-Ausgang verzichten können.

Um die digitale Anschlussvielfalt noch unübersichtlicher zu machen, sei zusätzlich das Unified Display Interface (UDI) erwähnt. Dieses von einem anderen Konsortium spezifizierte Format ist im Gegensatz zum DisplayPort abwärtskompatibel mit HDMI und DVI. UDI unterstützt damit auch den HDCP Kopierschutz von HDMI, dafür fehlt die Audio-Fähigkeit vom DisplayPort.
Während UDI z.B. von Intel, Apple und LG unterstützt wird, stehen hinter dem DisplayPort u.a. Dell, Hewlett-Packard, Lenovo und ATI. Allerdings gibt es auch eine Reihe von Firmen, die beide Standards unterstützen. Dazu gehören z.B. nVidia und Samsung.

DisplayPort

Quelle: Reg Hardware

Frank Schräer

Herausgeber, Chefredakteur und Webmaster

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