16.000 Jobs bei Intel gefährdet

Angeblich streicht Intel bis zu 16.000 Stellen - Mehr Details Mitte Juni

Nach den recht entäuschenden Ergebnissen der letzten Quartals hatte Intel-Chef Paul Otellini große Umstrukturierungen angekündigt und dabei Entlassungen nicht ausgeschlossen. Jetzt berichten Quellen aus dem Silicon Valley, dass Intel möglicherweise bis zu 16.000 Stellen streichen wird. Außerdem sollen einige Marketing-Aktivitäten wie z.B. das bislang recht erfolglose Viiv Projekt eingestellt werden.

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Viele der bis zu 16.000 gefährdeten Stellen bei Intel dürften allerdings nicht zu Entlassungen, sondern Umstrukturierungen von Mitarbeitern führen. Intel ist eines der wenigen weltweit tätigen Großunternehmen, das bislang noch nie Mitarbeiter entlassen hat.
Eine Intel-Sprecherin wollte sich zu diesem Bericht nicht äußern und verwies auf die Firmenpolitik „Spekulationen nicht zu kommentieren“. Sie bestätigte allerdings die von Otellini Ende April angekündigten internen Analysen und dass man innerhalb von 90 Tagen, also bis Ende Juli, die beschlossenen Umstrukturierungsmaßnahmen bekannt geben werde.
Angeblich sind die Mitarbeiter von Intel auf zwei wichtige Webcasts in den nächsten zwei Wochen hingewiesen worden. Einer davon wird von Intel-Chef Otellini geleitet und ist für den 15. Juni als „offenes Forum“ angekündigt, in dem „Strukturen und Effizienz“, „Produkte“ sowie „Wettbewerb“ zur Sprache kommen sollen. Es wird erwartet, dass hier bereits konkrete Maßnahmen angesprochen oder verkündet werden.

Analysten bezweifeln die Einstellung der „Viiv Technologie“, Intels Plattform für Wohnzimmer-PCs, da diese innerhalb des Unternehmens wenig Ressourcen bindet. Dagegen seien die Bereiche, die sich um Netzwerk- und Kommunikationsprodukte kümmern, eher gefährdet, weil sie deutlich größer sind und zuletzt nicht profitabel gearbeitet haben.
Ein weiteres Projekt auf der Kippe ist der Itanium 2 High-End Serverprozessor. Problem ist allerdings, dass der Itanium 2 zwar die in ihn gesetzten Erwartungen nicht erfüllt habe, Intel aber mit Hewlett-Packard einen Kunden habe, der mit der CPU sehr erfolgreich ist, meinte ein Marktbeobachter.

Quelle: TGDaily

Frank Schräer

Herausgeber, Chefredakteur und Webmaster

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