OLPC: „Intel ist wie McDonalds“

Negroponte nimmt zu Intel-Rückzug Stellung

Der Ausstieg von Intel aus dem „One Laptop per Child“ (OLPC)-Projekt wurde nun vom OLPC-Gründer Nicholas Negroponte kommentiert. Demnach soll Intel dem Projekt während der Partnerschaft durch Marketing für den Intel-eigenen „Classmate PC“ Schaden zugefügt haben. Ein XO-Laptop mit Intel-Prozessor ist durch den Ausstieg jetzt vom Tisch.

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Wie das Marketing von Intel ausgesehen haben soll berichtet der Generaldirektor für Technologie im Bildungsministerium von Peru. Nachdem bekannt wurde, dass Peru 272.500 OLPC-Laptops bestellt hatte sollen Intel-Vertreter dem Ministerium „Angst gemacht“ haben indem sie erklärten, dass die XO-Laptops und ihre Netzteile gar nicht funktionieren würden. Diese Anschuldigung wurde von Intel bisher nicht kommentiert.

Sowohl auf Seiten des OLPC-Projekts, als auch auf Seiten Intels zieht die Trennung negative Folgen nach sich. Das OLPC-Projekt wird von Intel versprochene Zahlungen nicht mehr erhalten während Intel seine Prozessoren nie im XO-Laptop verbauen wird. Dieses wird also weiterhin von Intels Konkurrenten AMD bestückt.

Die Konkurrenz durch Intels „Classmate PC“ fürchtet das OLPC-Projekt nicht. „Wir sind die Welthungerhilfe und sie (Intel, Anm. d. Red.) sind McDonalds. Sie können nicht konkurrieren.“ wird Negroponte in einem Interview mit CNN zitiert.

Quelle: WSJ

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