nVidia interessiert an VIA?

Angeblich liefen Übernahmegespräche zwischen den Firmen

Nach Angaben anonymer Quellen bei asiatischen Herstellern gab es zwischen nVidia und VIA Technologies Gespräche über eine Übernahme. Allerdings sei es aufgrund der hohen Forderungen seitens VIA (noch) zu keiner Einigung gekommen. Da der taiwanesische Chiphersteller aber weiterhin Verluste verzeichnet, wird damit gerechnet, dass VIA die Verhandlungen mit einem niedrigeren Kaufpreis bald wieder aufnehmen werde.

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Angeblich hätten nVidia und VIA drei Szenarien diskutiert: eine strategische Allianz, eine Übernahme von VIAs Prozessor-Business und ein Kauf der gesamten Firma.
nVidia hat eine Stellungnahme zu diesem Bericht abgelehnt. VIA dementierte dagegen die Übernahme durch nVidia.

Möglicherweise – aber das ist momentan noch Spekulation – verfolgt nVidia mit der Übernahme von VIA einen Hintergedanken. Intel wird sich in Zukunft vom klassischen Front Side Bus verabschieden und auf den „Quick Path Interconnect“ (QPI) umschwenken, eine Technologie ähnlich wie AMDs HyperTransport. Auch der Speicher-Controller wird dann bei Intel in die CPU wandern. Es ist unklar, ob nVidia eine Lizenz für die neue Intel-Technologie besitzt. Sollte das nicht der Fall sein und man sich mit Intel (aufgrund von Unstimmigkeiten bezüglich der Freigabe der SLI-Technik für Intel-Chipsätze) nicht einigen kann, könnte nVidia keine eigenen Chipsätze mehr für Intel-Plattformen anbieten. Besitzt VIA aber die Lizenz dafür – und das ist ebenfalls nicht bekannt – könnte sich nVidia mit einer Übernahme von VIA die Rechte dafür sichern.

Quelle: DigiTimes

Frank Schräer

Herausgeber, Chefredakteur und Webmaster

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