Nvidia: „Intel arbeitet unfair“

Intel soll den Wettbewerb durch Rabatte verzerren

Nvidia-Geschäftsführer Jen-Hsun Huang beklagt sich über Intels Geschäftspolitik: Zwar bietet Intel seine Atom-CPUs auch ohne Chipsets an, die Preispolitik des Unternehmens zwinge laut Huang aber im Grunde zum Kauf beider Komponenten. Intel verkauft die Atom-Prozessoren an Partner für ca. 45 US-Dollar, bietet sie aber im Verbund mit einem Chipset bereits für 25 US-Dollar an. Nvidia sieht dadurch seine Rolle im Chipsatz-Wettbewerb untergraben.

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Huang ist entsetzt: „Das ist einfach unfair. Wir sollten die Chance bekommen, in den Wettbewerb einzutreten und den Markt zu bedienen.“
Die EU verhängte für ähnliche Handlungen gegenüber der Konkurrenz von AMD bereits ein Bußgeld von über einer Milliarde Euro über Intel. Bill Calder, Sprecher von Intel, sieht die Angelegenheit gelassener: „Wir betreiben fairen Wettbewerb. Wir zwingen Computer-Herstellern keine Bundles auf und Kunden können Atom-CPUs allein oder im Verbund mit Chipset erwerben. Kauft man natürlich Prozessor und Chipsatz, ergibt sich ein besseres Preisverhältnis.“
Auch wenn Nvidia anderer Meinung ist, legt Geschäftsführer Huang fest, dass er aktuell nicht an eine Klage denke: „Ich hoffe nicht, dass es dazu kommt. Wir müssen das tun, was wir tun müssen, wenn die Zeit kommt. Wir hoffen einfach, dass Intel fairen Wettbewerb betreiben wird.“

Quelle: Reuters

André Westphal

Redakteur

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