China: Selbstmord wegen iPhone

Chinese bringt sich wegen dem Verlust eines iPhone-Protoyps um

Ein chinesischer Mitarbeiter des Apple-Lieferanten Foxconn Technology Group begang nach dem Verlust eines iPhone-Prototyps Selbstmord. Sowohl Apple als auch Foxconn bestätigten den Selbstmord des 25jährigen Sun Danyong, gaben allerdings keine Details zu den Umständen bekannt. Entwickelt Apple neue Produkte, stehen die Mitarbeiter unter enormem Druck, da Apple strengste Geheimhaltung verlangt, um seine Produkte mit großem Überraschungseffekt im Marketing anzupreisen.

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Durch die strengen Geheimhaltungsmaßnahmen und seine Marketing-Maschinerie ist Apple zugleich beliebtes Ziel von Journalisten, neugierigen Kunden oder Konkurrenten, die sich an Apples Produkten orientieren möchten.
Der verstorbene Danyong war dafür verantwortlich, hergestellte iPhone-Prototypen an Apple zu versenden, stellte jedoch fest, dass eines der Modelle der vierten iPhone-Generation fehlte. Daraufhin soll die Werkssicherheit Danyongs Wohnung durchsucht, ihn bedroht und zusammengeschlagen haben. Wenige Tage später richtete sich Danyong selbst und sprang aus dem 12. Stock seines Wohngebäudes.
Jill Tan, Apple-Sprecher aus Hong Kong, äußert sich zu dem Vorfall: „Wir sind berührt vom tragischen Tod dieses jungen Mitarbeiters und erwarten die Ergebnisse der Untersuchung seines Todes.“ Tan setzt hinzu: „Wir verlangen von unseren Lieferanten, dass sie alle Arbeiter mit Respekt und Würde behandeln.“
Foxconn hat unterdessen seinen Sicherheitschef Gu Qinming suspendiert und der Polizei ausgeliefert. Qinming gibt zu, dass Danyongs Apartment durchsucht wurde, streitet aber ab, den jungen Mann geschlagen zu haben. Laut dem Sicherheitschef wäre Danyong unehrlich gewesen: „Deswegen war ich etwas wütend. Ich habe mit dem Finger auf ihn gezeigt und ihm gesagt, dass ich denke, er will die Verantwortung abwälzen.“
Foxconns Sprecher Li Jinming bedauert nach eigenen Aussagen den Tod des Mitarbeiters sehr und sieht darin eine Mahnung, die Belegschaft stärker bei der Bewältigung psychischer Probleme zu unterstützen.

Quelle: USAToday

André Westphal

Redakteur

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