Acer Aspire One 751: 11,6-Zoll Netbook - Seite 3

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Praxistest

Wie auf den Fotos zu erkennen, sind die Tasten des Acer Aspire One 751 aus Gründen des Designs relativ flach gehalten. Dies macht sich in der Praxis in Verbindung mit dem sehr schwachen Gegendruck der Mechanik zunächst etwas negativ bemerkbar, da das gewohnte „ich hab jetzt eine Taste nur halb erwischt“ Feedback fehlt. Zudem lassen sich einige Tasten an den Kanten bis auf die Tastaturauflage niederdrücken, ohne eine Eingabe hervorzurufen. Die Scherenmechanik ist hier z.T. nicht sauber geführt. Mit ein wenig Routine lassen sich aber auch längere Texte problemlos bearbeiten. Die Größe der Tasten ist dabei sehr hilfreich – hier sollte niemand ernsthafte Probleme bekommen. Auch das Touchpad ist sehr gut zu bedienen. Es ist ausreichend groß und die Oberfläche ist sehr gleitfähig.


Tastatur

Sehr angenehm ist die Lautstärke des Acer Aspire One 751. Man muss schon das Ohr fast direkt an das Gerät halten, um überhaupt etwas zu vernehmen. Der Lüfter läuft relativ selten an. Und wenn er sich einschaltet, ist er fast unhörbar. Die CPU selbst scheint nicht viel Wärme zu entwickeln, da die Temperatur trotz der kaum vorhandenen Lüftung stets im grünen Bereich lag. Von den bis zu 85°C des Aspire One D150 war die Atom Z520 CPU im 751 immer weit entfernt. Die Unterseite des Geräts wird allerdings trotzdem sehr warm.

Ein großer Kritikpunkt des Aspire D150 besteht aber auch hier – und zwar die vorinstallierte Software. Genauer gesagt ist das Netbook nach dem obligatorischen Einrichten des Betriebssystems noch geschlagene 30 Minuten mit der Installation allerlei Zusatzsoftware beschäftigt. Danach fährt der McAfee Virenscanner noch Updates, so dass in der ersten Stunde nach dem allerersten Einschalten des Netbooks nicht wirklich gearbeitet werden kann. Und auch hier sind es nach dem Start von Windows wieder fast 50 Prozesse, die im Hintergrund laufen und die Leistung des Netbooks reduzieren.


HDTune


SuperPi 1M

Und damit schlagen wir auch das dunkelste Kapitel des Gerätes auf – die Leistung. Die Intel Atom-CPUs mit 1,6 GHz, welche unsere früheren Testgeräte befeuerten, waren bei vielen Aufgaben bereits an der Leistungsgrenze angelangt. Im Acer Aspire One 751 werkelt nun ein mit 1,33 GHz getakteter Atom Z520, was bereits beim Blick auf die technischen Daten keine Freudensprünge verursacht. Und in der Tat ist die „gefühlte“ Geschwindigkeit des Aspire One 751 nicht sonderlich gut, Taskwechsel sind sehr zäh und auch das Öffnen von Programmen geht spürbar langsamer vonstatten als bei unseren früheren Testgeräten. Youtube in High Quality funktioniert nicht ruckelfrei und 720p-Videos zeigen nur Standbilder. Office-Tätigkeiten sind natürlich problemlos möglich und Surfen sowie Textverarbeitung machen mit dem größeren Display richtig Freude – wer angesichts des Displays (das auch auf dem Gerät selber mit „1366×768 HD“ beworben wird) aber ein Multimedia-Netbook erwartet, sieht sich bitter enttäuscht.
Ein genauerer Blick auf die Taktfrequenz der CPU offenbart ein weiteres seltsames Detail – der Front Side Bus des Prozessors beträgt statt der 133 MHz, die im Datenblatt ausgewiesen sind, nur 124 MHz! Auch das erneute Laden der Standardwerte im BIOS konnte diesen Umstand nicht ändern. Eine Recherche brachte zu Tage, dass nicht nur unser Testexemplar damit auf maximal 1240 MHz statt 1333 MHz beschränkt war, sondern auch im Handel erworbene Geräte diese Limitation aufwiesen.

Akkubetrieb
Das Netbbok verfügt über einen 6-Zellen-Akku mit einer Kapazität von 5200mAh (11.1V, 54Wh). Auch dieses Mal wurde die Laufzeit des Gerätes mit eingeschaltetem WLAN, einigen geöffneten Anwendungen und Webseiten sowie einer auf ca 75 % Helligkeit fixierten Hintergrundbeleuchtung geprüft. Nach 5 Stunden und 45 Minuten ging das Gerät in den Standbymodus. Eine Auswertung der Logfiles ergab, dass das Gerät in dieser Zeit häufig mit voller CPU-Frequenz arbeitete. Nach Deinstallation des Virenscanners sowie einiger Acer-Software wurde der Test (nun mit erkennbar weniger Last) wiederholt – 6 Stunden und 15 Minuten war jetzt das Ergebnis. Weit entfernt von den „8+ hrs“ die ein Sticker auf dem Gehäuse verspricht, aber trotzdem mehr als respektabel.

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