Händler sehen PSPGo als Flop

Digitale Vertriebsmöglichkeiten eventuell zukunftslos?

Der Manager von Englands größter unabhängiger Videospiele-Ladenkette, Don McCabe, glaubt, dass Sonys neue PSPGo „komplett versagen“ wird. McCabe ist sich laut eigenen Aussagen zu 99,9 % sicher, dass der neue Handheld ein Totalausfall wird und eventuell sogar die Branche negativ beeinflusst: McCabe hält es für möglich, dass andere Hersteller den digitalen Vertriebsweg nach dem potentiellen Flop der PSPGo skeptischer beäugen. Den regulären Händlern käme dies natürlich gelegen.

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Auch der ShopTo-Geschäftsführer Igor Cipolletta bescheinigt der PSPGo nur geringe Verkäufe und sieht Minuspunkte: Der relativ hohe Preis der Konsole kann nicht durch Bundles relativiert werden, da phsysische Medien fehlen.

McCabe setzt hinzu, dass viele in der Industrie digitale Vertriebsmöglichkeiten aktuell durch eine rosarote Brille sehen: „Jeder verweist auf Apple und staunt über deren 2 Milliarden Downloads. Doch von diesen 2 Milliarden Downloads, schätze ich, waren 70 % kostenlose Dateien. Und diejenigen die bezahlt wurden, wurden sehr günstig angeboten.“

Laut McCabe könnten digitale Vertriebsmöglichkeiten ähnlich in die Krise stürzen, wie anno dazumals viele Websites durch das Platzen der Dot.Com-Blase. Er glaubt einige Anbieter werden zwar Modelle finden, um Profit zu ergattern, die meisten Firmen dürften aber mit ihren Geschäftsmodellen untergehen.

Quelle: GamesIndustry

André Westphal

Redakteur

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