Unnütze Energie nutzen

In den ‚Sterntagebüchern‘ von Stanislaw Lem wird in einer Geschichte die Erfindung eines Professors kurz angerissen, die die Energie von Kindern in elektrischen Strom umwandelt.

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Die von dem Professor genutzte Konstruktion aus diversen Hebeln klingt wenig einladend, doch das Gesamtkonzept ist schlüssig. Seitdem die Sterntagebücher erschienen sind nun schon gut 30 Jahre vergangen und die Zukunft ist jetzt. Mit dem Unterschied, dass Lems Idee deutlich attraktiver umgesetzt wurde. Und zwar in Form eines Fußballs.

Der sOccket wiegt nur ein wenig mehr als ein gewöhnlicher Fußball und soll sich vom Ballgefühl her auch nicht allzugroß unterscheiden. Im Inneren befinden sich aber Induktionsspulen, die die kinetische Energie der Tritte gegen den Ball in elektrische Energie umwandeln. Eine viertel Stunde Fußball soll ausreichen um eine LED-Lampe drei Stunden lang mit Strom zu versorgen. Auch das Aufladen von Handys etc. soll mit dem Gerät möglich sein.

sOccker

Der s0ccket soll hauptsächlich in Entwicklungsländern zum Einsatz kommen, wo Stromanschlüsse durchaus eine Seltenheit darstellen können. Doch auch in Europa gibt es einen Markt für den nützlichen Ball. Denn die großen Fußballvereine haben zusehends Schwierigkeiten, die gigantischen Ablösesummen und Gehälter ihrer Stars vor den Fans zu rechtfertigen und vor allem zu finanzieren. Hier kommt der s0ccker wie gerufen. Endlich können Ronaldo & Co zeigen, was sie wirklich an Leistung erbringen können. Am Ende jedes Spiels wird der gewonnene Strom ins Netz eingespeist und die Vergütung unter den Spielern aufgeteilt. Für das Tracking der über die Tritte eingebrachten Energie sollen RFID-Chips in den Schuhen zum Einsatz kommen. Die Manager der Vereine freuen sich über das Wegfallen langwieriger Verhandlungen während die Spieler vom erstarkten Vertrauen ihrer Fans durch die vollkommene Transparenz des Entlohnungssystems profitieren. Und auch die globale Erwärmung kann mit dieser Maßnahme ein wenig hinausgezögert werden.

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