AMD: „Krieg der Kerne“ geht zu Ende

Spezielle Funktionen gewinnen stattdessen an Bedeutung

Laut AMDs technischem Leiter, Donald Newell, neigt sich der „Krieg der Kerne“ zwischen den großen CPU-Herstellern langsam aber sicher dem Ende zu. Stattdessen erwartet Newell, dass es in Zukunft vor allem darum gehen wird, wer mit seinen Chips die nützlichsten Spezialfunktionen auf einem Die vereinen kann. Newell glaubt, dass viele Kerne den Stromverbrauch zu sehr in die Höhe treiben, was etwa auf dem Servermarkt wenig Erfolg verspricht. Zudem wären Softwareentwickler bereits jetzt kaum in der Lage, alle Kerne sinnvoll auszulasten. Aus diesem Grund steht ein Paradigmenwechsel an.

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„Früher dachten wir ja auch, wir bauen irgendwann Chips mit Taktraten von 10 GHz“, erinnert Newell an die Zeiten, als AMD und Intel noch den Fokus auf die Taktraten legten. Schließlich verlagerte man aber den Schwerpunkt auf die Anzahl der Rechernkerne. Doch auch hier gelangt man an die Grenzen des Sinnvollen.

Newell ist sich sicher, dass stattdessen sogenannte SoCs (System-on-chip) an Bedeutung gewinnen. Bereits jetzt nimmt die Anzahl an CPUs mit integrierten Grafikkernen beispielsweise stark zu. Auch die Wichtigkeit stromsparender Techniken ist laut Newell zu bedenken: „Bis 2004 ging es immer nur um Leistung und Stromspartechniken spielten nur am Rande eine Rolle.“ Dies hat sich mittlerweile geändert, so dass AMD und Intel auch hier Ressourcen investieren.

Man darf demnach gespannt sein, in welche Richtung zukünftige Entwicklungen gehen und ob Newell recht behält.

Quelle: PCWorld

André Westphal

Redakteur

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