Microsoft macht Steam Konkurrenz

Mehr Spiele via Games For Windows Live

Microsoft will Valves Steam bald Paroli bieten und seinen Online-Service Games For Windows Live generalüberholen: Ab November soll die Online-Plattform viele Spiele als Bezahl-Downloads anbieten. Bisher bot Microsoft auf seiner Plattform nur Spiele an, die auch mit dem Games For Windows Live Logo aufwarten konnten. Das soll sich ab November ändern, so dass man ein wesentlich breiteres Portfolio mit einer benutzerfreundlicheren Oberfläche offerieren kann. Peter Orullian, der bereits Strategien für Xbox Live entwickelte, soll das ganze Vorhaben in die Hand nehmen.

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„Unser Online-Store soll die Anlaufstelle für PC-Spieler werden“, erklärt Orullian. Zum Vorbild habe man sich aber nicht Steam, sondern den erfolgreichen Online-Händler Amazon genommen. Man wolle ähnlich Amazon einen einfachen, benutzerfreundlichen Einkauf mit wenigen Klicks ermöglichen und viele Sonderangebote bereitstellen.

Primär sei das Ziel Einkäufe problemlos über das Web abwickeln zu können und nicht alles vom Games For Windows Live Client abhängig zu machen. Laut Orullian habe man sich in diesem Bezug die vielen Nutzer-Rückmeldungen zu Herzen genommen.

Microsoft wird allerdings einiges aufzuholen haben, da viele Anwender sich bereits mit Valves Steam angefreundet haben. Als Anreiz wolle man einen kommenden Triple-A-Titel über Games For Windows Live mit besonderen Vorzügen anbieten, erklärte Orullian. Vermutlich wird es sich dabei um die PC-Version von „Fable III“ handeln. Über besondere Wochenangebote will man mit günstigen, aber qualitativ hochwerten Spielen noch mehr Kunden locken.

Auch die Vernetzung mit Xbox Live soll möglich sein: Anwender können etwa ihre Microsoft Points simultan sowohl in Xbox Live als auch Games For Windows Live nutzen. Gleichzeitig soll auch der traditionelle Kauf über Kreditkarte bereitstehen. Auch das Einloggen über Hotmail und Zune Pass soll möglich sein.

Microsofts Pläne klingen vielversprechend. Nun muss man abwarten ob das Unternehmen seine Pläne im November entsprechend umsetzen kann und wie sich Games For Windows Live langfristig gegen den starken Konkurrenten, Steam, behauptet.

Quelle: Joystiq

André Westphal

Redakteur

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