Kinect für Core-Gamer?

Microsoft gibt Auskunft über die Zukunft des Bewegungscontrollers

Phil Spencer, Vizepräsident der Microsoft Game Studios, gibt in einem neuen Interview mit GameSpot Auskunft zu seinen Vorstellungen über die Zukunft des Xbox-360-Bewegungscontrollers Kinect. Laut Spencer sei das Launch-Portfolio mit Spielen wie „Dance Central“, „Kinect Adventures“ und „Kinect Joyride“ zwar auf Gelegenheitsspieler abgestimmt, man wolle aber langfristig auch anspruchsvolle Kost für Core-Gamer bieten. Spencer zeigte sich im Interview begeistert von Kinect, das er nicht nur als Peripheriegerät bewertet, sondern als neuen Blick auf das Xbox-360-System.

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Spencer erklärt, dass ihm bewusst sei, dass aktuell viele Core-Gamer die ersten Kinect-Titel skeptisch beäugten. Er habe aber viele noch unangekündigte Titel bei Entwicklern gesichtet und könne versichern, dass auch Core-Gamer mit Kinect den richtigen Kauf tätigen würden.

Gleichzeitig äußert er sich zu den Bedenken einiger Nutzer, die befürchten Kinect überwache sie quasi permanent im Wohnzimmer: „Kinect kann immer mit dem Internet verbunden sein. Aber die Kamera beobachtet die Nutzer nicht ständig.(…) Manchmal ist es nur der Infrarot-Sensor, der den Benutzer scannt und das lässt sich klar erkennen. Man sieht also genau wann die Kamera wirklich aktiv ist.“

Für die Zukunft kann sich Spencer außerdem Kombinationen aus Sprachkontrolle, Bedienung mit dem Xbox-360-Controller und Bewegungserkennung über Kinect vorstellen. Man könne alle Eingabemöglichkeiten sinnvoll miteinander kombinieren und so Erfahrungen anbieten, die laut Spencer nur auf der Xbox 360 in dieser Form möglich seien. Zudem wolle man sich von Sony absetzen, die Move-Unterstützung per Patch auch für ältere Spiele nachlieferten. Spencer hält diese Strategie für wenig sinnvoll, da es darum gehe die Kinect-Möglichkeiten voll auszunutzen und nicht nachträglich als Randnotiz einzufügen.

Es wird also spannend: Microsofts Kinect soll in Deutschland am 10. November zum Preis von 149,95 Euro inklusive dem Spiel „Kinect Adventures“ erscheinen.

Quelle: GameSpot

André Westphal

Redakteur

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