Physikbeschleunigung uninteressant?

AMD: Geringes Interesse seitens Entwickler an Bullet-Physik

AMD unterstützt die auf OpenCL basierende Physik-Engine Bullet, die Physikberechnungen durch die Grafikkarte ermöglicht. Im Gegensatz zu Nvidias PhysX-Engine, bei der Physikberechnungen durch die GPU nur mit Nvidia Grafikkarten funktionieren, unterstützt die Bullet-Engine jede OpenCL-kompatible Grafikkarte. AMD geht aber dennoch nicht davon aus, dass viele Spiele in diesem Jahr von der Bullet-Engine Gebrauch machen werden.

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Die Berechnung der Physikeffekte in Spielen durch die GPU ermöglicht realistischere und optisch ansprechendere Effekte. Und so bieten einige Spiele, die von Nvidias PhysX Middleware Gebrauch machen, bei aktivierter Hardwarebeschleunigung verbesserte Physikeffekte.

Die Open Source Engine Bullet ist zwar herstellerunabhängig und benötigt nur eine OpenCL-kompatible Grafikkarte, aber Neal Robison, Senior Director of Content and Application Support bei AMD, ist dennoch eher pessimistisch. So sagte er im Interview mit X-bit labs, dass hardwarebeschleunigte Physikberechnung den Spieleentwicklern weniger wichtig sei. Die Technologie ist verfügbar und einige werden sie auch nutzen. Aber dem Gros der Entwickler wäre eine einheitliche Spieleerfahrung wichtiger, die nicht davon abhängig ist, was für eine Grafikkarte der Nutzer besitzt und wie leistungsfähig diese ausfällt.

Aber auch Nvidia gibt zu, dass Entwickler keine großen Anhänger von Physikeffekten sind, die durch die GPU berechnet werden. So sind Physikengines heutzutage eine wichtige Komponente von Spielen und Spieleentwickler sind nicht bereit bei ihren Spielen Risiken einzugehen. Darüber hinaus muss die Spieleengine so viele Plattformen wie möglich unterstützen. Nvidias PhysiX-Engine unterstützt neben dem PC, der PS3 und XBox 360 auch noch die Wii und das iPhone/iPad. Darin sieht Ashutosh Rege, Worldwide Director of Developer Technology, auch den Grund, warum PhysX so erfolgreich ist.

Quelle: X-bit labs

Jan Apostel

Redakteur

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