Peter Jackson filmt mit 48 fps

Höhere Bildraten für den Film "The Hobbit"

Anfang April hatten wir zur Freude vieler Hartware.net-Leser berichtet, dass Star-Regisseur James Cameron die Nachfolger des Blockbusters „Avatar: Aufbruch nach Pandora“ mit höheren Bildraten drehen möchte. Jetzt macht es auch sein Kollege Peter Jackson, Regisseur der „Herr der Ringe“-Trilogie, amtlich: Jackson dreht „The Hobbit“ mit 48 Bildern pro Sekunde und verdoppelt damit die sonst übliche Bildrate von 24 fps. Jackson begründet den Schritt mit wesentlich besser Bewegtbilddarstellung, von der vor allem die 3D-Fassung des Films profitieren soll. „Es ist Zeit für eine Veränderung“, freut sich Jackson.

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Üblicherweise entstehen Filme mit 24 Bildern pro Sekunde, während Jackson nun auf 48 umsteigt. Cineasten haben auf die Meldung gespalten reagiert und fürchten den Verlust des typischen „Film-Looks“. Jackson hatte derartige Reaktionen erwartet und mahnt, dass sich Filmliebhaber schnell an die neue und seiner Ansicht nach viel lebensechtere Optik gewöhnen werden.

Viele Filmliebhaber vergessen, dass sich Filmstudios ursprünglich nicht aus ästhetischen Gründen für das Drehen mit 24 fps entschlossen: Vielmehr wählte man diese Bildrate als Kompromiss aus möglichst flüssiger Bewegtbilddarstellung bei gleichzeitig möglichst niedrigen Kosten für das Filmmaterial. Doch laut Jackson sei die Zeit vorbei in der man derartige Kompromisse nötig habe.

Parallel wird das verantwortliche Studio, Warner Brothers, aber auch ein Master in 24p erstellen: Nicht alle Kinos haben die nötige Ausrüstung, um den Film „The Hobbit“ mit 48 fps zu zeigen. Auch auf Blu-ray wird der Film später in 24p vorliegen, da aktuelle Blu-ray-Player und TVs nicht mit der Wiedergabe in 48p zurechtkommen würden.

Dennoch handelt es sich hier um einen entscheidenden Schritt für die Filmindustrie, der sich auch auf das Heimkino-Segment und die Herstellung technischer Gadgets im Allgemeinen enorm auswirken könnte.

Quelle: TotalFilm

André Westphal

Redakteur

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