Microsoft: Mitleid mit Sony

Will kein Kapital aus dem PSN-Hack schlagen

Hacker legten Sonys Playstation Network im April bzw. Mai komplett lahm. Tausende von Kundendaten wurden gestohlen. Für Journalisten und Kunden gab es dementsprechend genügend Anlass zu öffentlicher Kritik. In diesem Rahmen fiel auf, dass sich Sonys Erzrivale Microsoft aus dieser Diskussion raushielt, obwohl der Playstation-Hersteller ein leichtes Ziel für Seitenhiebe abgegeben hätte. Microsoft bestätigt nun, dass man sich absichtlich in Marketing und Öffentlichkeitsarbeit negativer Kommentar zum PSN-Hack enthalten habe, da Sony so oder so genug gestraft sei.

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Microsofts Chief Operating Officer, Dennis Durkin, hat Mitleid mit Sony und glaubt, dass Angriffe wie die auf das Playstation Network im Ergebnis der gesamten Industrie und ihren Kunden schaden: „Wir wünschen das niemandem. Sie haben treffend bemerkt, dass Microsoft sich im Bezug auf die PSN-Hacks relativ ruhig verhalten hat, denn wir wollen nicht, dass der Eindruck entsteht, wir würden aus deiner derartigen Situation auch noch Kapital schlagen. Das steckt nicht in Microsofts DNA.“

Microsofts diplomatische Äußerungen rühren vermutlich daher, dass neben Sony auch viele Kunden Schaden genommen haben. Jene Sony-Kunden sind gleichzeitig potentielle Microsoft-Kunden und deren Schaden zu belächeln wäre für Microsoft kaum von Vorteil.

Quelle: Fudzilla

André Westphal

Redakteur

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