Piezoelektrische Materialien wandeln andere Energien in Strom um, wenn sie beispielsweise Bewegungen oder Druck ausgesetzt sind. Marie Curie hatte diese Prozesse bereits im 19. Jahrhundert entdeckt. Erstmals haben es nun Forscher am australischen Royal Melbourne Institute of Technology geschafft die generierte Energie exakt zu messen. Die Ergebnisse sollen helfen piezoelektrische Substanzen in Gadgets wie Notebooks und Tablets aber auch Herzschrittmachern einzusetzen. Langfristig könnte man auf diese Weise etwa nur durch das Tippen die Akkulaufzeit von Notebooks fast von selbst verlängern.
Die Leiterin der Forschungen, Dr Madhu Bhaskaran, erklärt, dass man aktuell aber noch zu wenig Bewegungsenergie in Strom umwandeln könne: „Die aktuellen Werte liegen in etwa um das Zehnfache niedriger als das, was wir benötigen. Der nächste Schritt ist nun die Energieniveaus um das Zehnfache zu steigern, damit wir an den Akkus ansetzen können“. Bhaskaran glaubt, dass die Wissenschaftler zur Steigerung der gewonnenen Energie in etwa drei Jahre benötigen werden. Danach erwartet sie innerhalb kürzester Zeit den kommerziellen Einsatz der piezoelektrischen Materialien.
Quelle: TheTelegraph
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