Microsoft: Windows 8 ohne HTC

HTC sei im Tablet-Segment zu unerfahren

Mehreren Berichten zufolge hat sich Microsoft entschlossen, den Hersteller HTC zunächst von der Entwicklung der Windows-8-Produkte auszuschliessen. Als Begründund soll Microsoft angegeben haben, dass HTC zu wenig Erfahrung mit Tablets habe und eventuell mit Verkaufsflops dem Ruf von Windows 8 RT schaden könnte. Für HTC, dessen Aktien aktuell auf dem Tiefpunkt angelangt sind, wäre dies ein harter Schlag, sollten sich die Gerüchte bewahrheiten. Laut dem Analysten Matthew Thornton der Firma Avian Securities LCC, sehe es mittlerweile schlecht für HTCs Zukunft aus.

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„Jeder Kunde kennt Samsungs Galaxy-Modelle oder Apples iPhones. Aktuell sammeln sich die potentiellen Käufer um diese beiden Produktlinien“, bestätigt Thornton. Doch Microsoft möchte ein Stück vom Kuchen abhaben: Aus diesem Grund unterstützt die RT-Variante des kommenden Betriebssystems Windows 8 erstmals ARM-Prozessoren. Partner wie ASUS, Lenovo und Toshiba arbeiten entsprechend bereits an Tablets mit Windows 8 RT. HTC wollte Microsoft aber offenbar vorerst nicht ins Boot holen.

Auf Anfrage erklärten Microsoft- und HTC-Sprecher aktuell lediglich, dass die Firmen eine starke Beziehung unterhielten. Die Gerüchte wollten sie weder bestätigen noch dementieren. Klar ist in jedem Fall, dass Microsoft Wert darauf legt, dass die ersten Tablets mit Windows 8 RT die eigenen Ansprüche erfüllen. Einen Flop kann sich nämlich auch Microsoft nicht erlauben. Das Unternehmen hat aktuell enorme Probleme sich im mobilen Segment mit Windows Phone zu etablieren.

Schenkt man den Quellen Glauben, hat Microsoft HTC zunächst bei der Entwicklung der Windows-8-Tablets ausgesperrt, da HTC darauf bestanden habe einen eigenen Homescreen zu nutzen – ähnlich wie auf Android-Geräten. Das bedeutet aber nicht, dass niemals Windows-8-Tablets des Herstellers HTC erscheinen werden. Zumindest in der ersten Runde scheint dies aber ausgeschlossen. Möglich ist, dass HTC-Tablets mit Windows 8 dann im zweiten Anlauf, Anfang 2013, auf den Markt kommen.

Quelle: Bloomberg

André Westphal

Redakteur

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