HTC zieht sich aus Südkorea zurück

Es war ein Kampf gegen Windmühlen

Der taiwanesische Hersteller HTC hat offiziell bestätigt, dass sich das Unternehmen aus Südkorea zurückzieht bzw. seine Abteilung dort schließt. Offiziell nennt HTC als Begründung die Notwendigkeit seine „Operationen zu fokussieren“. Weiterhin schreibt man in einer Pressemitteilung: „Dies ist eine schwere Entscheidung, die direkt Auswirkungen auf Menschen hat, die in den letzten Jahren zu HTCs Wachstum beigetragen haben.“ Was aus den Mitarbeitern wird, die in Südkorea ihren Job verlieren, ist aktuell noch offen.

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Laut HTC habe man seine Angestellten in Südkorea ermutigt sich für andere offene Stellen innerhalb des Unternehmens zu bewerben.

Südkorea gilt als schwieriger Markt für Hersteller aus dem Ausland, speziell im Smartphone-Segment. Aktuell teilen sich die Firmen LG, Pantech und Samsung 90 % des Smartphone-Marktes in Südkorea untereinander auf. HTC konnte in Südkorea gerade einmal einen Marktanteil von 2 % erreichen.

Analysten raten HTC sich auf andere Märkte mit mehr Potential zu konzentrieren, wie beispielsweise China. In der Tat muss HTC aktuell viele Prioritäten neu setzen, denn im Juni schloss man bereits das Gros seiner Abteilungen in Brasilien, wo lediglich ein kleiner Bereich für den Support zurückgeblieben ist. Auch in Brasilien brachen HTCs Marktanteile ein und fielen unter 1 %.

Quelle: ZDNet

André Westphal

Redakteur

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