PS4 leistungsfähiger als Xbox One?

Microsofts Konsole angeblich mit weniger Compute Units

Laut Auswertungen der bisher veröffentlichten Daten und einem Versprecher eines Microsoft-Ingenieurs könnte die Sony Playstation 4 deutlich mehr Grafikleistung bieten als die Microsoft Xbox One: So verfügt die GPU der PS4 über 18 Compute Units, während die Grafiklösung der Xbox One scheinbar mit 12 haushalten muss. Dies entspräche auch zuvor zu den Dev Kits (Durango) durchgesickerten Informationen. Sony hat offenbar mehr Geld in die Grafikleistung investiert, während Microsoft stattdessen auf ESRAM und die Multimedia-Fähigkeiten der Xbox One gepokert hat.

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Letzten Endes soll Microsoft, wie bis kurz vor Enthüllung auch die Presse und sogar die meisten Entwickler, davon ausgegangen sein, dass Sony für die PS4 nur 4 GByte RAM verbaue. Sony konnte sich aber aufgrund der Vergünstigung des GDDR5-RAMs, der bei der PS4 sowohl der GPU als auch dem Hauptprozessor zur Verfügung steht, am Ende doch für 8 GByte entscheiden – genau die gleiche Speichermenge wie bei der Xbox One. Letztere setzt allerdings auf den langsameren DDR3-RAM. Laut Eurogamer habe Sony hier sehr riskant gepokert und darauf gewartet, dass der GDDR5-RAM über die Entwicklungsdauer der PS4 im Preis falle. Am Ende habe sich dies ausgezahlt und man hat letzten Endes im Ergebnis eine Konsole mit deutlich mehr Grafikleistung in petto als die Xbox One.

Aus diesem Grund habe Microsoft bisher auch die Entertainment-Fähigkeiten der Xbox One ins Zentrum gestellt, denn als reine Gaming-Plattform sei die Playstation 4 schlicht überlegen. Dennoch kann die Xbox One einen Teil dieses Nachteils durch ihren ESRAM ausgleichen, der im Grunde als extrem schneller Cache CPU und GPU unterstützt.

Am Ende läuft es aber darauf hinaus: Die Sony Playstation 4 scheint die potentere Gaming-Plattform zu sein, während die Microsoft Xbox One bei den Multimedia-Fähigkeiten die Nase vorn hat. Ironischerweise ist Letzteres aber vor allem für die USA relevant, da wir in Europa viele Angebote gar nicht nutzen können.

Quelle: Eurogamer

André Westphal

Redakteur

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