Steve Ballmer stammt aus einer anderen Ära?

Microsoft-CEO begründet den Führungswechsel

In einem Interview mit dem Wall Street Journal bezeichnet sich der Microsoft-Geschäftsführer Steve Ballmer als „Zeichen einer auslaufenden Ära“. Ballmer hat vor einigen Monaten angekündigt, dass er seine Position als CEO niederlegen werde. Microsoft sucht einen Nachfolger. Ballmer gibt sich im Interview wehmütig und erzählt laut Wall Street Journal mit gemischten Gefühlen: „Vielleicht bin ich ein Relikt aus einer anderen Zeit und muss Platz machen. Egal wie sehr ich liebe, was ich tue. aber der beste Weg für Microsoft Schritt zu halten, ist eine neue Führung, welche die Veränderungen beschleunigt.“

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John Thompson, der Leiter des Komitees, das bei Microsoft nach dem neuen Geschäftsführer fahndet, bestätigt: „Wir haben Steve keineswegs zum Rücktritt gedrängt. Aber wir haben ihn dazu gedrängt Veränderungen im Konzern ganz enorm zu beschleunigen.“ Hier seien die Ansichten dann wohl auseinander gegangen. Analysten gehen ebenfalls davon aus, dass Microsoft einen neuen Führungsstil benötige, um vor allem im mobilen Segment Versäumnisse der Vergangenheit aufzuholen.

Ballmer gibt dabei zu, dass es jemandem schwer falle in einem Konzern Muster zu durchbrechen, die er, das müsse er zugeben, selbst mit aufgebaut habe. Er habe zu lange eine Unternehmens-Kultur etabliert, die sich sehr auf einzelne Bereiche statt das große Ganze fokussiere. Er selbst, Ballmer, sei nun ein Muster, das weichen müsse. Auch wenn ihm schwer gefallen sei dies einzugestehen, müsse eine frische Führung die Veränderungen bei Microsoft übernehmen.

Quelle: WallStreetJournal

André Westphal

Redakteur

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