Edward Snowden mit Weihnachtsbotschaft

Whistleblower erinnert an die Wichtigkeit der Privatsphäre

Der Whistleblower Edward Snowden hat 2013 die Überwachungs- und Spionageaffäre ausgelöst, indem er die bis heute heiß diskutierten Praktiken der amerikanischen National Security Agency (NSA) offenlegte. Obwohl Snowden durch die Enthüllungen sein bisheriges privates wie berufliches Leben aufgeben musste, konnte er sich laut eigenen Aussagen moralisch gar nicht anders entscheiden. In diesem Sinne wendet sich Snowden nun mit einer besonderen Weihnachtsbotschaft an die Öffentlichkeit und erinnert in einem Video an die Wichtigkeit von Datenschutz und Privatsphäre.

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Snowden gibt zu bedenken: „Ein Kind, das heute geboren wird, hat gar keine Vorstellung mehr davon, was Privatsphäre eigentlich bedeutet. Es wird gar nicht mehr erfahren, was es heißt einen persönlichen Augenblick zu erleben, der sicht aufgezeichnet oder analysiert wird.“ Zugleich bekennt Snowden, der früher selbst für die CIA und NSA gearbeitet hat, dass wir in einer Welt leben, die weit schlimmer sei als Orwells dystopisches Szenario in „1984“: Die heutigen Überwachsungstechniken seien den Videokameras und Mikrofonen aud Orwells Buch bereits weit überlegen: „Wir tragen in unseren Taschen Sensoren mit uns herum, die jederzeit übermitteln, wo wir uns gerade befinden“, spielt er auf Smartphones an.

Dennoch hofft der Whistleblower, dass wir in Zukunft einen besseren Weg finden und die Regierungen und die Technik irgendwann wieder für das Wohl der Bürger stehen. „Die Massenüberwachung sollte enden. Wir alle sollten die Regierungen daran erinnern, wenn sie wirklich wissen wollen, was wir denken, sollten sie einfach fragen statt uns nachzuspionieren. Das ist auch viel günstiger.“

Quelle: Channel4

André Westphal

Redakteur

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