Intel unterstützt DDR4-RAM ab dem dritten Quartal

Xeon-Prozessoren machen den Anfang

Laut mehreren Quellen will Intel ab dem dritten Quartal 2014 beginnen mit seinen Chips DDR4-RAM zu unterstützen. Den Anfang sollen die neuen Xeon-Prozessoren der Reihe Grantley machen, welche auf der Haswell-Architektur basieren. Intel selbst enthält sich zu den Spekulationen aber eines offiziellen Kommentares. Im September 2013 hatte der Hersteller anlässlich des Intel Developer Forums bereits DDR4-Set-Ups vorgeführt. DDR4-RAM ermöglicht höhere Bandbreiten bei gesteigerter Energieeffizienz, was besonders Notebooks bzw. deren Akkulaufzeiten zugute kommen dürfte.

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Analysten rechnen damit, dass DDR4-RAM allerdings zunächst preislich ordentlich zubuche schlagen werde: Anfangs solle der Aufpreis gegenüber der gleichen Menge DDR4-Arbeitsspeicher bei rund 30 % liegen. 2015 sollen die Preisunterschiede aber bereits auf rund 10 % Aufschlag fallen. Zunächst wird der neue RAM wohl hauptsächlich in Supercomputern, Workstations und Servern zum Einsatz kommen, um dann mehr und mehr auch in PCs für Privatkunden Fuß zu fassen. Die Adoption des neuen Speichers hat sich insgesamt verzögert, da die Preise für DDR3-RAM sich 2013 stabilisierten und die Gewinnmargen stiegen. Das veranlasste Hersteller wie SK Hynix und Samsung zunächst ihre Schwerpunkte weiter auf den „alten“ Speicherstandard zu legen. Auch die schwindenden Absatzzahlen im PC-Markt haben dafür gesorgt, dass sich das Erscheinen der DDR4-Hardware verzögert hat.

DDR4-RAM bietet bis zu 3200 MHz Takt bei 1,2 Volt. DDR3 erreicht maximal 2400 MHz bei 1,5 Volt. Man darf gespannt sein, wann der neue Standard DDR3 endgültig ablöst.

Quelle: PCWorld

André Westphal

Redakteur

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