Neue Blu-rays mit 12-bit-Farbwiedergabe?

Folded Space stellt neues Deep-Color-Encoding vor

Die Firma Folded Space hat ein neues Encoding-Verfahren für Deep Color vorgestellt, das bei Blu-rays Inhalte mit bis zu 12-bit Farbtiefe ermöglicht. Das Verfahren könnte natürlich besonders für Ultra HD zum Einsatz kommen. Tatsächlich wäre diese erweiterte Farbdarstellung vermutlich ein noch größeres Argument für den immer noch nicht finalen Standard als die Auflösung. Denn die Vorzüge der verbesserten Farbwiedergabe würden sich auch auf Bildschirmen mit kleiner Diagonale sofort zeigen.

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John Schuermann, welcher bei Folded Space die Geschäftsentwicklung leitet, erklärt: „Auf der diesjährigen CES ging es um HD- und Ultra-HD-Displays, welche endlich die dynamischen Farbräume unterstützen, die wir brauchen, um Videos realistisch wirken zu lassen. Mit Deep Color Encoding (DCE) können die Vertriebe Blu-rays und neue UHD-Medien veröffentlichen, die das unterstützen, was als wichtigste Neuerung für Next-Generation-Videoinhalte gilt.“

Folded Space nutzt für die Technik allerdings Kompromisse: Man arbeitet mit proprietären Algorithmen und macht aus Inhalten mit 12-bit-Farbtiefe eine abwärtskompatible Blu-ray mit 8-bit-Farben. Neuere Geräte, die auch 12-bit-Farben unterstützen, sollen aber aufgrund der neuartigen Codierung in der Lage sein, die ursprünglichen 12-bit-Informationen wiederherzustellen. Normalerweise benötigt 12-bit-Farbtiefe sehr viel Bandbreite, was bei dem Verfahren von Folded Space aber entfallen solle. Software-Partner sollen die Algorithmen gratis lizenzieren können, während Display-Hersteller eine „geringe Lizenzgebühren“ zahlen müssten.

Quelle: PRWeb

André Westphal

Redakteur

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