Carmack zweifelt an Nvidia Tegra K1

Vergleich zu Spielekonsolen sei mit Vorsicht zu genießen

Der ehemalige id-Mitbegründer und Entwickler John Carmack arbeitet aktuell an der VR-Brille Oculus Rift. Via Twitter hat er sich nun etwas verspätet zu dem SoC für mobile Endgeräte, Nvidia Tegra K1, geäußert. Nvidia hatte bei der Vorstellung die gleiche Leistung versprochen wie an den Konsolen Microsoft Xbox 360 und Sony Playstation 3. So unterstützt Tegra K1 DirectX 11 und soll nur 5 Watt verbrauchen. Bereits bei der Vorstellung wurden aber Zweifel daran laut, ob Tegra K1 wirklich bei normaler Nutzung 5 Watt verbrauche oder nur bei minimaler Auslastung.

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Zudem nutzte man für die ersten veröffentlichten Benchmarks nicht etwa Smartphones oder Tablets, sondern All-In-One-PCs mit wesentlich umfangreicherer Kühlung.

Genau an diesem Punkt setzt auch John Carmack mit seiner Kritik an. Wörtlich schreibt der Entwickler bei Twitter: „Genießt Nvidias Vergleiche zwischen ihrem SoC Tegra K1 und Spielekonsolen gleich mehrfach mit Vorsicht.“ Carmack mahnt, dass Nvidias Darstellung des SoCs leicht irreführend sei, da der durchschnittliche Verbraucher an die Spieleerfahrung im Alltag denke – nicht an die erhöhte Leistung pro Watt. Und in der Praxis werde Tegra K1 in mobilen Endgeräten aufgrund der Einschränkungen bei Kühlung und Verbrauch sowie der mangelnden Gaming-Optimierung unter Google Android eben keinesfalls vergleichbare Ergebnisse erzielen wie etwa eine Microsoft Xbox 360 oder Sony Playstation 3. Vergleiche in Mini-PCs, welche die wahre Leistung von Tegra K1 zeigen, seien für den Durchschnittskunden kaum von Belang.

Quelle: JohnCarmack(Twitter)

André Westphal

Redakteur

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