Blödsinnige IT-Techniken in Hollywood-Filmen

Drehbuchautoren und IT - Zwei verschiedene Welten

Die Kollegen vom amerikanischen Blu-ray-Magazin High-Def Digest haben in ihrem Blog die aus ihrer Sicht schwachsinnigsten Computer-Darstellungen aus Hollywood-Filmen zusammengefasst. Mit dabei sind viele Szenen, die selbst einem IT-Laien ein Stirnrunzeln abverlangen dürften. Drehbuchautoren und Technik – zwei verschiedene Welten? Es wirkt so, wenn man an die berühmte Szene in „Independence Day“ denkt, in der Will Smith einen Virus auf das Alien-Mutterschiff hochladen kann, der ungeachtet irgendwelcher Software- und Hardware-Kompatibilitäten mal eben die gesamte Flotte lahmlegt.

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Als weiteres Beispiel nennt man den Film „Password: Swordfish“, in welchem die Hacker-Protagonisten virtuell eine Bank überfallen. Dazu reichen unzusammenhängende Code-Zeilen und ein paar zufällige Wörter. Aber auch Steven Spielbergs „Jurassic Park“ bekleckert sich nicht mit Ruhm: Im Film erscheint UNIX als eine Art 3D-Betriebssystem, was mit den trockenen Codeeingaben der Wirklichkeit wenig zu tun hat. Auch „Die Stunde des Patrioten“ mit Harrison Ford stellt Hacking und das Schreiben von komplexen Programmen wiederum als geradezu sekundenschnellen Prozess dar, den ein IT-Freak mal nebenbei erledigt.

Weitere Unsinnigkeiten finden sich beispielsweise in „Terminator 3: Aufstand der Maschinen“. Im Jahr 2003, als In-Car-Computer eher ein Fremdwort waren, kann die Terminatrix über einen Virus Fahrzeuge kontrollieren. Dies wäre selbst heute unmöglich, denn Brems- und Gaspedale oder das Lenkrad lassen sich nicht aus der Ferne beeinflussen.

Es gibt sicher viele weitere Beispiele, denn jeder, der mit IT einigermaßen vertraut ist, schüttelt bei dem ein oder anderen Einfall der Hollywood-Drehbuchautoren den Kopf.

Quelle: HighDefDigest

André Westphal

Redakteur

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