Kritik an Sicherheit der Apple iCloud

Unerlaubter Zugriff auf Promi-Nacktbilder erst der Anfang?

Hacker haben aus der Apple iCloud dank einer Sichherheitslücke zahlreiche Nacktbilder prominenter Schauspielerinnen wie Jennifer Lawrence („The Hunger Games“), Kirsten Dunst („Melancholia“) und Kaley Cuoco („The Big Bang Theory“) entwendet. Der Skandal ist bereits nach wenigen Tagen als „The Fappening“ in die Internetgeschichte eingegangen. Apple will die Sicherheitslücke zwar geschlossen haben, es hagelt jedoch herbe Kritik seitens der betroffenen Prominenten. IT-Experten vermuten zudem weitere Schwächen in der Apple iCloud.

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So soll die Verifikation in zwei Schritten immer noch umgangen werden können, was den Zugriff auf iCloud-Sicherungen erlauben würde. Allerdings benötigen Hacker zur Nutzung immerhin die E-Mail-Adresse des Nutzers und müssen das Passwort knacken. Trotzdem täusche Apple hier eine Sicherheit vor, die in der Praxis nicht gegeben sei, erklärt etwa David Emm, Senior-Analyst bei Kaspersky Labs.

Insgesamt sei Apple allerdings um Datensicherheit bemüht, zumal derartige Lücken auch andere Cloud-Anbieter betreffen. Am Ende kann man den Nutzern, egal ob prominent oder nicht, wohl nur raten mit gesundem Menschenverstand zu agieren: Private Fotos, die niemand anderes zu Gesicht bekommen sollte, sollte man vermutlich nicht unbedingt in Cloud-Speichern lagern.

Quelle: BBC

André Westphal

Redakteur

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