Silicon Power Thunder T11 - Seite 3

Externe SSD mit schnellem Thunderbolt Anschluss

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Betrieb und Benchmarks

Wir haben das Silicon Power Thunder T11 gegen einen SanDisk Extreme USB 3.0 Stick mit 64 GByte antreten lassen, der zu den schnellsten Sticks auf dem Markt gehört. Getestet haben wir die Geschwindigkeit an einem MacBook Air, welches entsprechend über einen USB 3.0 und Thunderbolt Anschluss verfügt. Formatiert wurde die T11 mit dem Dateiformat für Macs, mit dem wir auch den USB-Stick formatiert haben. Es lässt sich aber natürlich auch mit FAT32 oder NTFS formatieren, wenn es an einem Windows-Gerät verwendet werden soll.

Mit dem „AJA System Test“ haben wir beide Geräte mit gleichen Einstellungen gegenübergestellt. Als dritte Option haben wir auch die Systemplatte (128 GByte SSD) als Vergleich mit aufgeführt. Die Thunder T11 ist zwar schneller als der USB-Stick, aber von zwei- oder sogar dreifacher Geschwindigkeit ist nichts zu sehen.


USB 3.0 Stick

Thunder T11

Systemplatte

Außerdem haben wir die drei Geräte mit dem Programm „Xbench“ verglichen. Im Random-Test kann die Thunder T11 ihre Vorzüge ausspielen und zeigt beim Schreibtest deutlich bessere Werte als der USB-Stick. Alle anderen Bereiche kann die T11 auch gewinnen, zeigt aber keine sehr deutliche Überlegenheit.


USB 3.0 Stick

Thunder T11

Systemplatte

Unsere üblichen Praxistests haben wir ebenfalls durchgeführt. Wir haben eine einzelne, etwa 3,5 GByte große Datei, einige zusammen 1 GByte große Dateien von einer Einzelgröße zwischen 3 und 10 MByte und dann noch 1 GByte Daten mit tausenden kleinen Dateien und sehr vielen Unterordnern auf die beiden Geräte geschrieben. Das Ergebnis war bei allen durchgeführten Durchgängen gleich: die Thunder T11 war knapp eine Sekunde – aufgerundet allerhöchstens zwei Sekunden – schneller. Nur Anwender, die bei einer Anwendung die volle Kapazität der T11 beschreiben wollen, werden daher in der Praxis einen Unterschied spüren können.

Die Thunder T11 besitzt allerdings noch einen großen Nachteil, sie wird im Betrieb sehr warm. Dies hat uns der Hersteller auch angekündigt und ist wohl der geringen Größe des Gerätes geschuldet. Durch das Aluminiumgehäuse wird der Speicher aber auch wieder abgekühlt, so dass es nur bei Dauerbelastung sehr warm bleibt. Wichtig ist dies, weil die Geschwindigkeit mit zunehmender Wärme deutlich abnimmt. Genaue Werte konnten wir schwer ermitteln, aber eine Halbierung der Leistung dürfte keine Übertreibung sein. Speichert man einige Daten drauf und lässt das Gerät angeschlossen, bleibt es recht warm. Seine volle Leistung dürfte es daher wohl nur in den ersten 10 Minuten Betrieb erreichen. Diese 10 Minuten reichen aber in der Regel aus, um das Gerät voll zu befüllen oder alle Dateien runter zu kopieren. Für einen Dauerbetrieb ist das Gerät dagegen nur bedingt geeignet.

Christian Kraft

Redakteur

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