Sony offen gegenüber Verkauf mobiler Sparte

CEO Kazuo Hirai wägt die Zukunft ab

Das einzige, was bei Sony aktuell wirklich gut läuft, ist die Playstation-Sparte. So sind die internationalen Erfolge der Playstation 4 nicht von der Hand zu weisen und haben auch Microsoft bzw. dessen Xbox One einen ordentlichen Denkzettel verpasst. Dafür ist Sony als Gesamtkonzern aber weiterhin gebeutelt – nicht zuletzt durch die drastischen Hackerangriffe auf Sony Pictures. Doch auch die Mobile- und TV-Sparten fahren für Sony weiterhin Verluste ein. Als Schlussfolgerung gibt sich der Geschäftsführer Kazuo Hirai offen gegenüber potentiellen Verkäufen beider Geschäftsbereiche.

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Vor allem im Markt für Smartphones hat Sony mit sinkenden Verkaufszahlen zu kämpfen und ist längst aus den Top 5 der weltweit erfolgreichsten Smartphone-Anbieter herausgefallen. Intern mache Sony laut anonymen Quellen seinen Mitarbeitern derzeit klar, dass der Konzern in keinen Markt „auf ewig“ eingestiegen sei und sich zurückziehen könnte. 2014 stellte Sony dies bereits unter Beweis, als man seine Marke Vaio für PCs und Notebooks verkaufte.

Sony-CEO Kazuo Hirai wollte sich bisher in Interviews auf nichts festlegen, deutete aber an: „Einige Geschäftsbereiche müssen wir aktuell mit Vorsicht betreuen – darunter sind auch z. B. jene für TVs und mobile Endgeräte.“ Analysten drängen Sony drastische Strategiewechsel vorzunehmen, da ansonsten für Jahre noch rote Zahlen für die Abteilungen drohen könnten. Dabei müsste nicht zwangsläufig ein kompletter Ausstieg erfolgen. Auch neue Partnerschaften und Joint Ventures könnten zum Erfolg führen.

Wie Sony weiter verfahren wird, könnte bereits der Verlauf des Jahres 2015 zeigen. Zumindest scheint ein Ausstieg aus den Märkten für TVs und mobile Endgeräte sehr im Bereich des Möglichen zu liegen.

Quelle: Reuters

André Westphal

Redakteur

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