Sammelklage gegen Nvidia wegen GTX 970

Vorwurf der irreführenden Werbung

Wir hatten bereits berichtet, dass eine amerikanische Anwaltskanzlei wegen der falschen, technischen Angaben zur Grafikkarte Nvidia GeForce GTX 970 die Möglichkeiten für eine Sammelklage geprüft hat. Nun wurde tatsächlich eine entsprechende Klage eingereicht: Die Vorwürfe an Nvidia lauten „irreführende Werbung“ sowie “ unfaire, bewusst täuschende und illegale Geschäftspraktiken“. Auch einbezogen ist der Konzern Gigabyte, da jener der Hersteller der spezifischen Grafikkarten-Modelle des Initiators der Sammelklage ist.

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Stein des Anstoßes ist die Tatsache, dass Nvidia die GeForce GTX 970 mit falschen Spezifikationen beworben hat: So verfügt die Grafikkarte nur über 56, statt wie angegeben 64 Rasteroperatoren und 1792 statt 2048 KByte L2-Cache. Zudem sind zwar 4 GByte GDDR5-RAM verbaut, aber nur 3,5 GByte lassen sich in allen Szenarien bei voller Geschwindigkeit verwenden.

Die Klageschrift wirft Nvidia vor die GeForce GTX 970 weiterhin falsch zu bewerben und bereits verkaufte, unter falschen Voraussetzungen erworbene, Modelle nicht auszutauschen. Ziel der Klage ist es, als Sammelklage alle US-Besitzer einer GTX 970 einzuschließen – natürlich auch dann, wenn das jeweilige Modell nicht spezifisch von Gigabyte stammt.

Quelle: Scribd

André Westphal

Redakteur

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