Barbie mit Spracherkennung sorgt für Ärger

Kinderschützer fordern "Grenze für die Spionage"

Der Spielzeughersteller Mattel hat im Februar auf dem Toy Fair in New York City eine neue Puppe der Marke Barbie vorgestellt. Zwar schließt die Firma mit dem neuen Modell „Hello Barbie“ zu modernen Kommunikationstechniken auf, hat allerdings Daten- und Kinderschützer entgeistert hinterlassen. Denn die neue Barbie kann via Wi-Fi Sprachsteuerungs-Funktionen ausführen. Dafür werden aber erst Daten an Sever gesendet. Auch kann die Puppe natürlich über ihr Mikrofon somit logischerweise Kinderstimmen und Gespräche aufzeichnen.

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Die Aufnahmen gehen dann an Cloud-Server, wo die Informationen mit Spracherkennungs-Programmen ausgewertet werden. Passende Antworten gehen dann zurück an die jeweiligen „Hello Barbie“. Kinderschützer warnen, dass es hier um Kinder gehe, die aufgrund ihres Alters keine Einwilligung zu derartiger Weitergabe ihrer Gespräche geben könnten. Zudem überschreite man hier eine Grenze, wenn „Hello Barbie“ Kindern persönliche Fragen stelle, die Antworten an Mattel gehen und dort zu Werbezwecken ausgewertet werden. Erwachsene könnten reflektiert selbst entscheiden, ob sie bei soetwas mitmachen – Kinder leider nicht.

In den Nutzungsbedingungen der „Hello Barbie“, denen die Eltern zustimmen müssen, behält sich Mattel bereits vor durch Sprachaufzeichnungen gewonnene Daten auch zu Werbezwecken auszuwerten. Ob dies im Sinne kleiner Kinder ist, ist fraglich.

Quelle: CCFC

André Westphal

Redakteur

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