Trent Reznor (NIN) schiebt Beats für Apple an

Massiver Re-Launch für den Streaming-Dienst geplant

Apple plant für seinen 2014 übernommenen Streaming-Dienst Beats Music einen massiven Re-Launch. So möchte man mit der runderneuerten Plattform Spotify Konkurrenz machen, die mit ihrem Musik-Streaming Download-Plattformen wie Apple iTunes mehr und mehr das Wasser abgraben. Interessant ist, dass Apple dafür verstärkt auf Schlüsselfiguren aus der Musikindustrie setzt. So soll der bekannte Songschreiber und Soundtrack-Komponist Trent Reznor (Nine Inch Nails) etwa die Musik-App für mobile Endgeräte überarbeiten, damit sie sich nahtlos mit Beats Music vernetzt.

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Tatsächlich soll Apple lieber einen Musiker als einen Ingenieur in diese Position gehievt haben, um die Benutzerfreundlichkeit zu gewährleisten und alle Features für Musikliebhaber zu integrieren. Reznor übernehme laut anonymen Quellen aus dem Unternehmen Apple eine essentielle Rolle für die Neugestaltung der Musik-App und die Integration von Beats Music. Es handele sich also keineswegs um einen Marketing-Gag.

Zugleich habe Apple mit den Plattenfirmen spezielle Konditionen aushandeln wollen, sei aber daran gescheitert: Man wollte niedrigere Abonnement-Gebühren bieten als Spotify und somit vergünstigte Lizenzkosten mit den Labels vereinbaren. Letztere gingen aber nicht auf Apples Bedingungen ein. Dies zeigt, dass Apple bereits an Marktmacht verloren hat, da Streaming-Anbieter wie Spotify für die Musikindustrie gleichwertige Partner sind. Apple sei in der für das Unternehmen ungewöhnlichen Position nicht selbst der Trendsetter zu sein, sondern nachziehen zu müssen.

Anders als Spotify wird Apple allerdings keine kostenfreie Option für seinen Streaming-Dienst anbieten. Das soll die Plattenfirmen erfreuen, die bereits jetzt über eine Entwertung der Musik klagen. Apple sieht seine Streaming-Plattform dabei vor allem als einen Anreiz für Kunden, um zur eigentlich relevanten Hardware zu greifen – den Apple iPad, iPhone, iPod und Co.: „Im Gesamtbild will Apple hier nicht das nächste, große Geschäftsmodell aufziehen“, erklärt der Analyst Ben Bajarin und schließt: „Es handelt sich für Apple um eine Evolution seines Ökosystems, das aus vielen kleinen Teilen besteht. Beats ist nur ein Element dieses Systems.“

Quelle: NewYorkTimes

André Westphal

Redakteur

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