Google zeigt offiziell Android M

Neues System für App-Berechtigungen

Das kommende Betriebssystem Google Android M, diese Woche erstmals auf der I/O durch den US-Konzern vorgestellt, bringt vor allem hinter den Kulissen Neuerungen mit sich. Beispielsweise hat man die App-Berechtigungen verändert und für Nutzer transparenter gestaltet: Bisher mussten Anwender allen durch eine App geforderten Berechtigungen bei der Installation zustimmen oder auf das Herunterladen eben verzichten. Das ändert sich in Zukunft, denn Zugriffsberechtigungen müssen erst erteilt werden, wenn die jeweilige App sie auch wirklich benötigt.

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Außerdem gibt es weniger unterschiedliche Formen der Berechtigung für den Zugriff auf Kamera, Standort, Mikrofon, Kontakte, Telefon, SMS und Termine. Auch können Nutzer Berechtigungen nachträglich wieder entziehen.

Parallel hat Google Android Pay, einen mobilen Bezahldienst als Konkurrenz für Apple Pay, vorgestellt. Auch hier erfolgt die Autorisierung via NFC in Geschäften mit kompatiblen Terminals. Android Pay lässt sich laut Google aber auch zum Kauf von Apps nutzen. Wer Android Pay selbst einsetzen möchte, benötigt mindestens ein mobiles Endgerät mit Google Android 4.4. Zunächst soll der Dienst in den USA an den Start gehen – von Europa hat Google bisher noch nicht gesprochen.

Wie erwartet, enthält Google Android M zudem eine eigene API für Fingerabdruckscanner, auch für die direkte Kombination mit Android Pay. Unterstützung für USB Type-C ist ebenfalls enthalten. Außerdem verspricht Google für Geräte mit Google Android M längere Akkulaufzeiten als mit Vorgängerversionen des Betriebssystems. Laut Google halte etwa das Tablet Nexus 9 im Bereitschaftsmodus mit Google Android M doppelt so lange durch wie mit Android 5.0. Weitere Detailverbesserungen betreffen die Markierung von Texten und das Teilen von Inhalten, bei denen sich das OS nun die vorherigen Vorlieben des Nutzers merkt. Erscheinen soll Google Android M im dritten Quartal 2015.

Für Entwickler ist noch interessant, dass die Einbindung von MIDI-Geräten vereinfacht wurde – Nutzdaten / Anweisungen zwischen MIDI- und Android-Gadgets laufen in Android M in beide Richtungen. Auch unterstützt das neue OS Ton mit bis zu 96 KHz und höheren Auflösungen. Erstmals sollen zudem Multikanal-Signale auch via USB ausgegeben werden. Aktuell geht das nur via HDMI.

Quelle: Heise

André Westphal

Redakteur

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