Sorgenkind 4K: DRM für Ultra HD bringt ins Grübeln

Hersteller wünschen sich verlässliche Maßnahmen

Hersteller lieben sie, Kunden hassen sie: DRM-Maßnahmen. Aktuell drängen die Firmen darauf für Inhalte in 4K bzw. Ultra HD verlässliche Kopierschutz-Strategien zu implementieren. Der Markt für geeignete Bildschirme mit 3840 x 2160 Pixeln wachse derzeit speziell in den USA rasant – bis 2020 rechnet man dort mit einer Markt-Penetration von 61 %. Ende 2015 sollen die ersten Player und optischen Datenträger für die Ultra HD Blu-ray erscheinen. Doch die Studios fordern, auch für Streams, scharfe DRM-Techniken.

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An erster Stelle auf den Wunschlisten steht die tiefe Hardware-Integration von DRM-Maßnahmen sowie eine Kombination mit Software-Absicherung. Bereits die SoCs sollen entsprechende Techniken integrieren – etwa Hardware Root of Trust and Trusted Execution Environments (TEE). Auch forensische Watermarks sind gewollt. Durch die höhere Bandbreite von Geräten, die Inhalte abrufen können – Smartphones, Tablets, Set-Top-Boxen, Spielekonsolen, etc. -, seien laut den Herstellern auch erweiterte Techniken zum Schutz ihrer Inhalte zwingend.

Kunden dürften an diesem Punkt bereits besorgt sein. Doch verwunderlich sind die Wünsche der Hersteller nicht: Am liebsten würden die Firmen nur noch Streaming anbieten, so dass die Kunden von vornherein keinerlei Inhalte mehr selbst besitzen. Aus diesem Grund rechnen ohnehin viele Insider damit, dass die Ultra HD Blu-ray ein Nischenprodukt bleiben könnte. Zum einen hätten die Filmstudios eher verhaltenes Interesse an dem Medium, zudem scheint auch der Markt noch nicht wirklich reif für eine weitere optische Disk – so konnte die Blu-ray in den Absatzzahlen bisher nicht einmal die DVD ablösen.

Quelle: DigiTimes

André Westphal

Redakteur

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