AMD macht Nvidia GameWorks nieder

Schade selbst der Leistung Nvidias eigener GeForce

AMDs Gaming-Wissenschaftler Richard Huddy ist für seine kritischen Ansichten zu Nvidias GameWorks bekannt. GameWorks ermöglicht bei Verwendung von GeForce-Grafikkarten in Spielen wie „The Witcher 3: Wild Hunt“ zusätzliche Effekte, die auf AMD Radeon entweder gar nicht nutzbar sind oder so massiv Leistung fressen, dass der Einsatz keinen Sinn macht. Selbst bei deaktivierten GameWorks-Effekten sollen Titel mit dem Feature teilweise auf AMD-Grafikkarten schlechter laufen, als auf vergleichbaren Nvidia-Modellen. Huddy treibt seine Kritik weiter: Auch auf Nvidia GeForce verschlechtere GameWorks die Performance, so der AMD-Mitarbeiter.

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Huddy meint, GameWorks wirke auf ihn wie eine Masche, mit der Nvidia Kunden drängen wolle sich ständig neue High-End-Grafikkarten zu kaufen. Denn die Aktivierung von Nvidia GameWorks schränke die Leistung selbst auf GeForce-Grafikkarten unverhältnismäßig stark ein. Huddy erklärt: „Zum Beispiel wird in ‚Crysis 2‘ Tesselation auf das Wasser gelegt. Der Spieler kann diesen Effekt gar nicht sehen (…) oder man legt Tesselation auf Beton-Blöcke, also einfache, eckige Objekte und generiert so zusätzlich Mio. von Dreiecken pro Frame, die sinnlos sind.“ AMDs Huddy mahnt, dass es fragwürdig genug sei mit GameWorks die Leistung der AMD Radeon zu schmälern. Doch auch noch die Performance der hauseigenen GeForce zu reduzieren, sei geradezu abstrus. Er könne nur spekulieren, welche Motive Nvidia damit verfolge – in jedem Fall schade man damit den Kunden und dem PC-Markt.

Nvidia selbst hat Huddys Vorwürfe bisher noch nicht mit einer Antwort bedacht.

Quelle: PCR

André Westphal

Redakteur

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