Dell kontert Tim Cooks Abgesang auf den PC

Die "Post-PC-Ära" komme dem PC in Wahrheit zugute

2013 war der Geschäftsführer Apples, Tim Cook, so weit gegangen zu erklären, dass man den Hersteller Dell vielleicht lieber schließen sollte. Kürzlich verkündete Cook nun, wie schon Jahre zuvor Steve Jobs, das Ende der PC-Ära. Anlass war die Veröffentlichung des hauseigenen Apple iPad Pro, das nach Cooks Meinung in vielen Haushalten klassische PCs überflüssig machen könnte. Völlig anderer Meinung ist man da nun beim eingangs erwähnten Hersteller Dell: Die vermeintliche Post-PC-Ära komme nämlich vor allem einer Produktgruppe zugute – den PCs selbst.

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Laut Michael Dell werden aktuell jährlich ca. 300 Mio. PCs verkauft. Dell selbst habe innerhalb der letzten elf Quartale konstant Marktanteile im PC-Markt gewonnnen. Ein Ende sei überhaupt nicht abzusehen. Zwar gesteht Dell ein, dass sich der PC-Markt stark verändert habe und auch in den nächsten Jahren weiter verändern werde, doch das sorge gleichzeitig für Innovationen. PCs konkurrieren zwar mittlerweile mit mehr Produkten, beispielsweise aus dem mobilen Segment, das mache sie aber noch lange nicht überflüssig. Vielmehr sei es ein Antrieb für Neuerungen.

Tatsächlich mag das Apple iPad Pro ein interessantes Tablet mit vielfältigen Funktionen und viel Leistung sein. Doch umgekehrt bleiben viele Office- und Multimedia-Anwendungen, die immer noch an einem PC besser auszuführen sind – von Gaming ganz zu schweigen. Eher ist also davon auszugehen, dass der PC-Markt andere Wege einschlägt und durch Produkte wie das iPad Pro ergänzt wird. In der sogenannten Post-PC-Ära bleibt der PC aber dennoch ein fester Bestandteil der IT-Landschaft.

Quelle: Fudzilla

André Westphal

Redakteur

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