Noontec Zoro II Wireless - Seite 3

Bluetooth-Headset mit Allround-Qualitäten für ca. 145 Euro

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Praxistest

Anfangs muss man sich etwas an den Sitz der Tasten am Noontec Zoro II Wireless gewöhnen und sich einprägen, dass links der Schalter zum Pausieren sitzt, während man rechts Lieder weiterschaltet bzw. die Lautstärke regelt. Allerdings geht das flott vonstatten, da an der linken Seite nur eine nutzbare Taste sitzt, während rechts zwei Buttons platziert sind. Trotz der im letzten Abschnitt erwähnten Doppelbelegung der Buttons ist im Alltag übrigens ausgeschlossen, dass man versehentlich ein Lied weiterschaltet statt die Lautstärke zu senken bzw. zu erhöhen. Das liegt daran, dass man zum Skippen von Tracks zweimal kurz drücken muss, während ein langer Tastendruck die Lautstärke absenkt bzw. erhöht. Hier sollte man Noontec ein Kompliment fürs Mitdenken machen. Durch das doppelte Antippen fürs Skippen vermeidet man im Alltag Ärgernisse.


Zoro II Wireless

Dazu muss man sagen, dass die Lautstärkeregelung am zum Test verwendeten Huawei Honor 6 Plus genau so perfekt funktioniert hat wie das Weiter- und Zurückschalten von Songs. Genutzt haben wir für den Review den Huawei Standard-Musikplayer. Aber auch in anderen Apps klappt das Prozedere reibungslos: Etwa konnten wir lokale Videos im Player oder Clips aus Playlisten bei YouTube durchschalten – klasse. Auch am Tablet Lenovo Yoga 10 HD+ klappte die Bedienung ohne Umschweife. Natürlich funktioniert diese Verfahrensweise aber nicht nur an mobilen Endgeräten, an Notebooks und Desktop-Pcs läuft es genau so. So haben wir das Headset auch an einem Notebook mit Windows 10 ausgetestet ohne auf Schwierigkeiten zu stoßen. An einem Desktop-PC mit Windows 7, nachgerüstet mit einem Bluetooth-Stick, konnten wir die Bedienelemente des Headsets ebenfalls unter verschiedensten Anwendungen ohne Zicken nutzen. So soll es natürlich auch sein, dennoch möchten wir die Kompatibilität positiv hervorheben.

An der PlayStation 4 lässt sich das Noontec Zoro II Wireless dagegen leider nicht verwenden. So wird das Aceessoire, wie eingangs erwähnt, aber auch nicht als Gaming-Headset vermarktet. Am PC macht das Zocken mit den Kopfhörern allerdings viel Spaß. Besonders die Leistung im Bassbereich ist für ein Headset dieser Sorte, das sich mehr Musik- und Videowiedergabe sowie Telefonie auf die Fahnen schreibt, richtig gut.
Des Weiteren haben wir mit dem Headset sowohl am PC als auch über das Smartphone facettenreiche Tracks aus unserer Musiksammlung gecheckt – vom neuen Editors Album „In Dream“ über klassische Musik von Edvard Grieg, Samuel Barber und Franz Schubert bis hin zu Art Rock von Radiohead und Porcupine Tree sowie elektronischem Material von IamX und Kyte. Das Noontec überzeugt mit überraschend wuchtigen Bässen, klaren Mitten und Höhen sowie einem ab Werk ausgewogenen Klangbild. Zum Musikhören kann man das Zoro II Wireless definitiv wärmstens empfehlen.


Verstärkung an der Seite

Auch Telefonie klappt wunderbar: Obgleich man das Mikro nicht sieht, verrichtet es sozusagen unsichtbar seinen Dienst. Egal ob über Skype, reguläre Telefonnetze via Smartphone oder Sprachnachrichten in WhatsApp: Man hört den Gesprächspartner glasklar und auch uns wurde vom jeweiligen Gegenüber eine exzellente Verständlichkeit bescheinigt. So kann man dem Zoro II Wireless hier schlichtweg keine Macken nachsagen. Einzig die Reichweite ist dann doch etwas niedriger in den getesten Räumlichkeiten: Wie üblich für Bluetooth-Verbindungen nennt Noontec 10 Meter Reichweite. In der Praxis unterscheidet sich die Reichweite aber je nach Räumlichkeiten natürlich stark. In einer 2-Zimmer-Wohnung, die als Testszenario diente, waren ca. 8 Meter realistisch.
Zur Lautstärke lässt sich sagen, dass auch auf Maximum alles einwandfrei klingt und keinerlei Verzerrungen auftreten. Wer voll aufdreht, sollte aber damit leben können, dass nicht nur das eigene Gehör vielleicht zu sehr strapaziert wird, sondern auch die Akkulaufzeit sinkt. Dabei sind die von Noontec angegebenen 35 Stunden Betriebszeit bei normaler Hörlautstärke auf jeden Fall sehr realistisch.

André Westphal

Redakteur

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