Komplettes AMD Ryzen Sortiment

Nur 2 TDP-Klassen für 17 CPUs mit 4 bis 8 Kernen: 65 & 95 Watt

Fast täglich gibt es neue Infos zu den Anfang März kommenden AMD Ryzen Prozessoren, jetzt gibt es eine Bestätigung über die Anzahl von 17 verschiedenen Modellen inklusive der Anzahl der jeweiligen Kerne und dem nominellen Stromverbrauch. Gerade letzteres ist sehr interessant, denn AMD klassifiziert alle CPUs nur in zwei Stufen: entweder mit 65 Watt oder mit 95 Watt TDP.

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Egal, ob man einen Ryzen 3 1100 mit vier Kernen ohne SMT oder einen Ryzen 7 1700 mit acht Kernen und SMT für logische 16 Kerne vor sich hat, die TDP liegt bei beiden CPU-Modellen bei 65 Watt. Das ist nicht zu verwechseln mit der tatsächlichen Stromaufnahme in der Praxis, aber ist immerhin ein Fingerzeig auf die empfohlene Leistungsfähigkeit eines geeigneten Kühlers.
Eine TDP von 95 Watt weisen dagegen wohl nur fünf der neuen Zen-Prozessoren auf: Ryzen 7 1800X, Pro 1800, 1700X sowie Ryzen 5 1600X und Pro 1600.

Die Bezeichnungen machen außerdem deutlich, dass AMD von der ursprünglichen Namensgebung abgewichen ist und auf „Ryzen SR5“ oder „Ryzen R7“ verzichtet. Stattdessen wird einfach die Nummer beibehalten, die ähnlich wie bei Intel Core i3, i5 und i7 die verschiedenen Leistungsklassen verdeutlichen soll.

Die unten aufgeführte Liste der AMD Ryzen Prozessoren macht auch klar, dass AMD unterschiedliche Anforderungen an die Kühlleistung stellt. Die sogenannte „Thermal Infrastructure Group“ z.B. von Ryzen 7 1800X, 1700X und Ryzen 5 1600X ist „HS81“ und entsprechende Kühler sollen die CPU-Temperaturen unter 60°C halten. Das wiederum vergrößert das Übertaktungspotenzial, denn die schon von AMD angekündigte XFR-Technologie („Extended Frequency Range“) erkennt automatisch die Effektivität der Kühlmethode – z.B. Luft, Wasser oder LN2, passt selbständig den maximal erreichbaren Takt an und erhöht diesen im Idealfall selbst.
Offen ist lediglich, ob XFR auch bei Prozessoren genutzt wird, die ohne ‚X‘ im Namen daher kommen. Einfach vom Anwnder selbst zu übertakten sind dagegen alle Ryzen CPUs, da sie mit frei einstellbarem Multiplikator kommen. Intel dagegen schränkt dies auf seine „K-Modelle“ ein.

Einen AMD Ryzen 7 1800 ohne ‚X‘ scheint es übrigens nicht zu geben, wie zuvor schon berichtet wurde. Interessant ist auch die Vielzahl an „Ryzen Pro-Versionen“, die wohl für den geschäftlichen Einsatz gedacht sind, aber welche Features diese mitbringen werden, ist noch nicht bekannt.

AMD Ryzen
Komplettes Sortiment
Thermische Spezifikationen
AMD XFR - Extended Frequency Range
Vermeintliche neue Kühler

Quelle: WCCFTech

Frank Schräer

Herausgeber, Chefredakteur und Webmaster

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