Nvidia aktiviert DirectX 12 für GTX 400 & 500

Neuer GeForce-Treiber schaltet heimlich DX12 für Fermi-Grafikkarten frei

GeForce GTX 580

Letzte Woche hatte Nvidia mit dem GeForce 384.76 eine neue Treiberversion veröffentlicht, die ursprünglich für neue Spiele gedacht war, aber heimlich auch ein neues Feature mitgebracht hat. Dieser Treiber unterstützt nämlich erstmals DirectX 12 auf GeForce GTX 400 und GTX 500 Grafikkarten (Fermi Mikroarchitektur) aus dem Jahre 2010.

Anzeige

Noch vor der Freigabe von DirectX 12 durch Microsoft hatte Nvidia im Jahre 2014 eigentlich versprochen, dass alle damals aktuellen GeForce Grafikkarten DX12 unterstützen werden (Maxwell, Kepler und Fermi Architekturen), aber lediglich Kepler und Maxwell wurden mit der Einführung von DX12 sofort unterstützt, während die ältere Fermi-Architektur unter den Teppich gekehrt wurde – bis letzte Woche.

Beim GeForce-Treiber mit der Version 384.76 betont Nvidia allein die Optimierung für die neuen Spiele „Lawbreakers“ und „Spider-man: Homecoming VR“, aber lässt weitere Neuerungen unerwähnt. Nun haben einige Anwender älterer Grafikkarten mehr per Zufall herausgefunden, dass DirectX 12 (Feature-Level 12_0) erstmals auch auf GeForce GTX 400 und 580 Modellen ausgewählt werden kann.

Unglücklicherweise sind Unterstützung und Optimierung zwei verschiedene Dinge und man darf von DX12 auf den mittlerweile in die Jahre gekommenen Fermi-Grafikkarten keine Wunder erwarten. DirectX 11 scheint immer noch die beste Wahl für GeForce GTX 460 bis 480 sowie GTX 560 bis 580 zu sein.
So hat ein User mit einer GeForce GTX 570 DirectX 12 im Spiel „Deus Ex: Mankind Divided“ bei 1080p mit mittleren Einstellungen getestet und kam auf 18,9 Bilder pro Sekunde (Fps), während es im DX11-Modus immerhin 26,7 Fps waren. An anderer Stelle wurden weitere Tests mit einer GeForce GTX 580 und „Battlefield 1“ bei 1080p und hohen Einstellungen durchgeführt. Im DX11-Modus kam die GTX 580 in diesem Fall auf 38 Fps, aber im DX12-Modus waren es nur 28 Fps.

Besitzer von älteren Grafikkarten aus den GeForce GTX 500 und 400 Serien sei also anzuraten, bei DirectX 11 zu bleiben. Aber immerhin ist es löblich, dass Nvidia die DX12-Unterstützung auch für mehr als sechs Jahre alte Grafikkarten noch einbaut, auch wenn dies praktisch ohne Nutzen für die Anwender ist.

Quelle: Guru3D Forum

Frank Schräer

Herausgeber, Chefredakteur und Webmaster

2 Antworten

  1. Pumuckl sagt:

    Nvidia in 2017 … lol

  2. Sebastian sagt:

    Und was bringt das? Ich habe letztes Jahr mit einem SLI Verbund von zwei 470GTX in minimalen Details kaum 50fps die gefühlt Macroruckler hatten kaum BF1 laufen lassen können. Bei DOOM hatte man im Hauptmenü weniger als 1fps. während dessen hat das System gelüftet wie ein Rechenzentrum und mit 700W ges. Strombedarf auch gut aus der Steckdose gezogen. Als ich dann eine GTX1080 (AMP Extreme) reingepackt habe ist der Strombedarf auf unter 300W gefallen und es läuft alles in Maximalen Details flüssig was ich Spiele.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.