WD bringt erste 14-TByte-Festplatte

HGST Ultrastar Hs14 Enterprise-HDD sprengt bisheriges 12-TB-Limit

HGST Ultrastar Hs14

Bisher war bei einer Kapazität von 12 TByte Schluss mit aktuellen 3,5-Zoll-Festplatten, aber die neue HGST Ultrastar Hs14 hat die Latte nun noch etwas höher gelegt. Gedacht ist die neue 14-TByte-Festplatte für den Unternehmenseinsatz und sequenzielle Datenspeicherung und -archivierung, aber nicht für den Alltagseinsatz oder in Raid-Systemen wie einem NAS.

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Die neue HGST Ultrastar Hs14 setzt wie gewohnt auf ein luftdichtes, mit Helium gefülltes Gehäuse, um diese hohe Kapazität zu erreichen und verwendet die „Shingled Magnetic Recording“ (SMR) Technologie. Insgesamt soll die 14-TByte-Festplatte durch diese Architektur 60 Prozent weniger Watt pro Terabyte verbrauchen als Luft-gefüllte HDDs mit 8 TByte.

Zitat des Herstellers: „Die von Western Digital unter der Marke HGST angebotene Ultrastar Hs14 weist im Vergleich zu den Vorgängermodellen eine 40 Prozent höhere Speicherkapazität sowie eine mehr als doppelt so schnelle sequentielle Schreibleistung auf. Dadurch wird eine kostengünstigere und effizientere Erfassung der wachsenden Datenmengen ermöglicht.

Die HGST Ultrastar Hs14 besitzt Drehzahlen von 7200 UPM und einen 512 MByte großen Cache. Sie kommt mit einer Herstellergarantie von fünf Jahren und der im High-End-Bereich mittlerweile üblichen Mean-Time-Between-Failures (MTBF) von 2,5 Millionen Stunden. Man kann zwischen Modellen mit SATA 6 Gbit/s und SAS 12 Gbit/s Anschlüssen wählen. Die Transferraten sollen bei beiden Varianten maximal 233 MByte/s erreichen – sowohl lesend als auch schreibend.
Momentan werden die ersten Muster der HGST Ultrastar Hs14 an die Partner von WD und HGST verteilt, so dass sich die Verfügbarkeit noch ein paar Wochen hinziehen kann. Preise wurden bislang noch nicht genannt.

HGST Ultrastar Hs14

HGST Ultrastar Hs14

Quelle: Pressemitteilung

Frank Schräer

Herausgeber, Chefredakteur und Webmaster

6 Antworten

  1. Snooty sagt:

    „Die neue HGST Ultrastar Hs14 setzt wie gewohnt auf ein luftdichtes, mit Helium gefülltes Gehäuse“ – na hoffentlich ist sie auch heliumdicht 😀

    Gibt’s da eigentlich schon so was wie Langzeitstudien? Helium wird ja auch für Lecktests genutzt, eben weil es „überall“ durchkommt.

    • waffel1971 sagt:

      Wird wohl sich üblicherweise eher unter Druck gern „verflüchtigen“. Ich glaube nicht, dass die Platteninnereien unter Druck stehen. Deshalb kann man da recht entspannt sein. Alles sicherlich nicht ganz trivial, aber technisch machbar.

  2. DinoRS sagt:

    Helium unter Druck gern verflüchtigen? Hmm, wo ist da genau der Unterschied zwischen Helium unter Druck und Helium nicht unter Druck? Und wie kommt die Mickeymaus Stimme dann in die Flasche? O.o

    Ab wann ist Helium denn unter Druck? 1 Bar?

    Und was passiert wohl mit einem luftleeren & „heliumvollen“ Raum wenn
    a) luftdicht
    b) Helium überall durch kommt?

    Ja, ganz konkret die Frage was passiert am anderen Ende der Skala wenn das Helium endgültig draußen ist und Luft nicht mehr reinkommen kann?
    Was ist in diesem Raum dann noch übrig und welches Druckverhältnis wird vorzufinden sein?

    Ich denke die Platte ist mit Überdruck (> 1 Bar) befüllt mit Helium und am anderen Ende des Szenarios hat man einen fast luftleeren Raum in den eigentlich nur Helium wieder eindringen könnte.

    Beide Varianten sind gut für den Stromverbrauch und den Widerstand der drehenden Platter solange die Versiegelung intakt bleibt.

    Und nun: Erleuchtet meine Luftballons und meine Unwissenheit!

    • Alex sagt:

      Der Luftdruck außen beträgt 1 bar!

      In der Natur will sich immer ein Gleichgewicht der Energien herstellen.
      Ist irgendwo ein Überdruck, dann verteilen sich die Teilchen bis kein Überdruck mehr herrscht (genause bei Unterdruck).
      helium ist z.B. leichter als Lust, darum wird es durch das Gewicht von Luft nach oben verdrängt.

      Wenn in dem Gehäuse mehr als 1 bar herrscht, und das Helium sich verflüchtigen kann, dann entweicht es nur bis innen ein Druck von genau 1 bar herrscht.
      Da Luft offenbar nicht eindringen kann. Dennoch drückt es von außen mit einer Kraft von 1 Bar gegen das Gehäuse.

      Ein Vakuum kann nicht entstehen, da eine „Kraft“ (bzw. Energie) dafür sorgen muss, dass die verbliebenen Teilchen aus dem Gehäuse entzogen werden, ohne dass andere Teilchen wieder eindringen.

  3. DinoRS sagt:

    Mir ist durchaus bewusst dass sich der Druck zwischen 900 -1100 mbar üblicherweise befindet. Insgesamt habe ich schon die extremen Zustände bewusst gewählt.

    Trotzdem würde ich aus meiner (Laien-) Sicht nicht zustimmen dass Außendruck = Innendruck, warum? Was machen denn Gase wenn’s wärmer wird? Sie suchen sich „mehr Platz“, dazu kommt dass Gehäuse meistens kühler sind als das Innere einer Festplatte.

    Somit ist für meinen Hausverstand wahrscheinlicher auf einer Skala von „unendlich“ (= Langzeitstudien) dass die Festplatte ein mehr oder minder großen Unterdruck im Vgl. zur Umgebung entwickeln wird als dass sich alles einfach wieder ausgleicht. An der Stelle möchte ich erwähnen dass die Platten AFAIK komplett mit Helium gefüllt sind und diese Festplatten üblicherweise nie ausgeschalten werden, d.h. eine thermische Differenz besteht im Normalfall immer.

    Last but not least: Helium hat einen Anteil von etwa 0,00007% oder 0,72 ppm, sofern meine Annahme stimmen sollte dass die Platten vollständig mit Helium befüllt sind, sehe ich mich rein statistisch betrachtet dazu gezwungen anzunehmen dass es zu einem Unterdruck kommen muss.

    Was könnte denn sonst noch so einfach Diffundieren was nicht mindestens „luftdicht“ überwinden kann … Wasserstoff? Da reden wir schon von 36 pp_b_ und was anderes fällt mir Mangels besserer Bildung momentan aus dem Kopf auch nicht ein 😉

    • Alex sagt:

      Hmm, guter Anhaltspunkt, hatte nicht an die temperatur-Unterschiede gedacht,… aber klar, FALLS das helium tatsächlich austreten kann wird wohl ein vernachlässigbarer Unterdruck entstehen, sobald die Festplatte wieder abkühlt.

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