Chuwi LapBook SE im Test: Einstiegs-Notebook ohne Schnörkel - Seite 4

Intel Celeron N4100 dient als Herzstück des 13,3-Zollers mit FullHD für unter 250 Euro

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Praxistest

Das Chuwi LapBook SE bietet 13,3 Zoll Diagonale mit 1920×1080 Bildpunkten als nativer Auflösung. Hier ist dann ein Vorteil gegenüber dem mehrfach erwähnten Jumper EzBook X4 zu erkennen, denn Chuwi setzt nicht etwa auf ein TN-, sondern auf ein IPS-Panel. Die Bildqualität ist recht ausgewogen und auch die sonst oft bei günstigen Notebooks sehr ausgeprägten Lichthöfe halten sich in Grenzen. Einige Kollegen bemängelten in Reviews die etwas geringe Helligkeit, das ist uns allerdings bei der Nutzung nie störend aufgefallen.

Auch die Farbwiedergabe mutet kräftig, aber natürlich an und Blickwinkel sowie Kontraste passen ebenfalls. Unser Eindruck ist, dass Chuwi für das LapBook SE einen besseren Bildschirm integriert hat als etwa Teclast am Tbook F7 oder Jumper am EzBook X4. Für ein Einstiegsgerät gibt es hier jedenfalls wirklich absolut nichts auszusetzen.

Ein weiteres, wichtiges Merkmal ist natürlich die Kombination aus Tastatur und klickbarem Touchpad. Denn die meisten Käufer des Chuwi LapBook SE dürften sich das Gerät wohl als günstiges Office-Notebook sichern. Trotz des kompakten Formfaktors dieses Laptops lässt sich die Tastatur gut bedienen. Jenes liegt auch an den relativ schmalen Rändern um das Keyboard. Außerdem sind die Tasten in der Haptik durchaus angenehm und kommen mit einem Widerstand daher, der weder zu stark noch zu niedrig angesetzt ist. Gewöhnungsbedürftig ist lediglich, dass hier eine QWERTY-Tastazur zum Einsatz kommt. Es fehlen also deutsche Sondertasten und auch sonst ist die Belegung stellenweise anders als hierzulande gewohnt.

Das Precision Touchpad ist großzügig bemessen und lässt sich angenehm nutzen. Es unterstützt auch die Windows-10-Gesten und die Multitouch-Bedienung. Hier können wir also ebenfalls keine Klagen anbringen. Anders sieht es hingegen bei der Laufzeit aus: Leider setzt Chuwi für das Lapbook SE nur einen verhältnismäßig kleinen Akku mit 5000 mAh ein. Da haben wir sogar schon einige Smartphones getestet, die mehr zu bieten hatten. Wir kamen im Durchschnitt auf Laufzeiten von füns bis sechs Stunden, was nicht besonders beeindruckend anmutet. Dabei haben wir vor allem im Web gesurft, mit Libre Office an Dokumenten gearbeitet und zwischendrin mal ein YouTube-Video gestartet. Je nach Anwendungsszenario und Helligkeitseinstellungen können sich natürlich Abweichungen ergeben. Festhalten kann man aber, dass der schwache Akku des Chuwi LapBook SE sich durchaus im Vergleich mit anderen Modellen bemerkbar macht.

Auch die internen Lautsprecher des LapBook SE sind – trotz der Verwendung von jeweils zwei Speakern an jeder Seite – nicht unbedingt erwähnenswert. Die Lautsprecher klingen arg blechern und dürften sehr schnell externen Boxen oder aber einem Kopfhörer weichen. Besser schlägt sich die Webcam, welche in Kombination mit dem ordentlichen Mikrofon durchaus Sprach- und Videoanrufe in akzeptabler Qualität erlaubt. Auch Microsoft Cortana lässt sich auf diese Weise ohne Headset ansprechen.

Insgesamt bekommt man nach unseren Erfahrungen im Alltag beim Chuwi LapBook SE für sein Geld, was man eben bezahlt – vielleicht sogar etwas mehr.

André Westphal

Redakteur

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