AMD darf sich aufs 2. Halbjahr freuen

Hersteller erwarten deutlich ansteigende Verkäufe von AMD-Produkten

Glaubt man ungenannten Quellen bei Herstellern in Taiwan, darf sich AMD in der zweiten Hälfte diesen Jahres auf deutlich ansteigende Verkaufszahlen von CPUs und GPUs für Notebooks, Mainboards und Servern freuen. Gründe sind natürlich die erwarteten Einführungen der Ryzen 3000 CPUs, dem dazu gehörenden X570 Chipsatz, den Radeon ‚Navi‘ Grafikkarten sowie der EPYC ‚Rome‘ Server-CPU.

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Die Prozessoren der dritten Ryzen Generation auf Basis der neuen „Zen 2“ Mikroarchitektur und der AMD X570 Chipsatz sollen allem Anschein nach bereits auf der Computex Ende Mai bzw. Anfang Juni in Taiwan eingeführt werden, während die zweite Generation der EPYC Server-CPUs (Codename ‚Rome‘) ab Mitte diesen Jahres ausgeliefert werden soll, heißt es aus Taiwan. Darüber hinaus soll die nächste Grafikkartengeneration (Codename ‚Navi‘) im dritten Quartal auf den Markt kommen. All diese Produkte von AMD kommen aus der 7-Nanometer-Fertigung.

Die Ryzen und EPYC Prozessoren haben AMD seit der Einführung in ihren jeweiligen Marktsegmenten steigende Marktanteile beschert, aber der Markt für Grafikkarten ist seit dem Ende des Kyptowährungstrends relativ stark eingebrochen und die Anfang des Jahres eingeführte Radeon VII genügte nicht, um dies auch bei AMD spürbar werden zu lassen. Ob dies durch die nächste Grafikkartengeneration besser wird, ist allerdings noch offen. Zumal ‚Navi‘ keine High-End Grafikkarten als Konkurrenz zur GeForce RTX Serie von Nvidia darstellt, sondern wohl eher für die gehobene Mittelklasse gedacht ist.

Durch das gute Preis-Leistungsverhältnis der Ryzen CPUs erwarten viele taiwanische Mainboard-Hersteller eine hohe Nachfrage nach der Ryzen 3000 Serie und haben bereits ihre Lieferprognosen nach oben angepasst bzw. ihre Bestellungen bei Zulieferern erhöht. Dies soll dazu führen, dass AMD ab dem dritten Quartal weitere Marktanteile im Desktop-Bereich gewinnt.

Bei Notebooks haben sich viele Hersteller mittlerweile an AMD gewandt, weil Intel anhaltende Lieferschwierigkeiten bei all ihren CPUs hatte bzw. immer noch hat. Namentlich seien hier Hewlett-Packard (HP), Lenovo und ASUS genannt, aber auch andere Hersteller wie Acer, die zuvor bereits AMD-Laptops angeboten hatten, dürften ihre Bestellungen bei AMD ausgeweitet haben. Dies dürfte AMD auch bei den Mobilprozessoren höhere Marktanteile in der zweiten Jahreshälfte bescheren.

Wohlgemerkt: Diese Prognosen bzw. Einschätzungen kommen nicht von AMD selbst, die ihre Investoren beruhigen oder neue gewinnen wollen, sondern von Herstellern, die mit AMD eng zusammen arbeiten.

Quelle: DigiTimes

Frank Schräer

Herausgeber, Chefredakteur und Webmaster

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