Amarey A900: Smarter Roboter-Staubsauger im Test - Seite 3

Neuankömmling mit Visual SLAM und 1400 pa für ca. 350 Euro

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Die App

Amareys offizielle App für den A900 gibt es für Apple iOS und Android. Für den Test haben wir die Android-Variante gewählt. In Google Play Store findet man die Anwendung sofort, wenn man einfach nach „Amarey“ sucht.

Nach dem ersten Start muss man sich ein Konto anlegen – eine E-Mail-Adresse genügt dafür. Man kann aber auch weitere, optionale Angaben vornehmen. Im Gegensatz zu den meisten anderen asiatischen Herstellern bietet Amarey seine App sogar in deutscher Sprache an. Die Übersetzung ist allerdings, nun sagen wir einfach mal „gewöhnungsbedürftig“ und auch nicht vollständig.

An sich ist die App dabei sehr übersichtlich gehalten: Man kann nicht nur Staubsauger wie den A900 registrieren, sondern auch andere geplante Smart-Home-Komponenten des chinesischen Unternehmens wie Kameras. Noch wirkt die App aber eher hausbacken, was nicht nur an manch abenteuerlichen Übersetzungen liegt, sondern auch am Design. Funktional ist sie aber.
Manche Dinge könnten etwas benutzerfreundlicher sein: Wer etwa nach einem Firmware-Update sucht, findet diese Option erst relativ versteckt in einem abgetrennten Bereich mit Daten des Staubsaugers.

Das erste Vernetzen mit der App kann man übrigens nur als ziemliche Katastrophe bezeichnen: Hier muss Amarey ganz dringend ran, da kann und darf man nichts schönreden. Wir haben insgesamt anderthalb Stunden (!) benötigt, um eine Verbindung herzustellen und auch nur per Zufall Erfolg gehabt. So gelang es uns grundsätzlich nicht, über die automatische Suche den Amarey A900 zu finden. Im manuellen Modus war über den Standardmodus ebenfalls trotz etlicher Versuche nichts zu erreichen.

Nachdem auch der Kompatibilitätsmodus mehrfach fehlschlug und wir schon aufgeben wollten, kam trotz keinerlei Anpassungen des Netzwerkes bei einem Versuch dann dennoch eine stabile Verbindung zustande. Problem: Schaltet man den Amarey A900 komplett aus, muss man anschließend die ganze Nummer wiederholen.

Ob diese Probleme nun eventuell spezifisch an unserem Setup liegen – wir haben ein Xiaomi Mi 8 und eine Fritz!Box 7490 verwendet – ist natürlich schwer zu beantworten. Klar ist aber, dass der Hersteller das Procedere definitiv verbessern muss und dies aktuell ein herber Minuspunkt für den A900 ist – obwohl der Staubsauger selbst dafür vermutlich nichts kann, sondern die App der Schuldige ist.

Aktuell war für uns jedenfalls der Kompatibilitätsmodus die einzige Möglichkeit, den Amarey A900 erfolgreich mit der App zu verbinden und selbst da brauchte es mehrere Anläufe. Ein normaler Käufer könnte da schnell entnervt sein und eventuell einen Defekt vermuten oder eine Rücksendung veranlassen.

Über die App lassen sich Zeitpläne anlegen, gezielt einzelne Bereiche bzw. Ecken saugen, eine Karte der eigenen Räumlichkeiten einsehen, der Akkustand überwachen und natürlich auch der Sauger von unterwegs aus aktivieren oder auch zur Ladestation zurückschicken. Die Karte, welche der Amarey A900 beim Saugen erstellt, erinnert ein wenig an Retro-Games und ist nicht so präzise wie bei Modellen mit Laser-Sensor.

Hat man aber einmal erfolgreich die Vernetzung mit der App vollzogen, bleibt sie stabil und alles läuft wie es soll. Auch Amazon Alexa oder den Google Assistant kann man hier auf Wunsch zur Steuerung einbinden. Schade, dass die Ersteinrichtung in unserem Falle so problematisch verlief.

André Westphal

Redakteur

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