AMD X570 Mainboards werden nicht billig

Neue High-End Hauptplatinen für Ryzen 3000 & PCIe 4.0 für 300 bis 700 Euro

Zur Computex hatten ASUS, Gigabyte und MSI ihre neuen Mainboards mit AMD X570 Chipsatz für die Ryzen 3000 CPU-Serie und PCI Express 4.0 Unterstützung angekündigt und diese auf der Messe in Taiwan gezeigt. Allerdings hatte nur MSI Preise genannt und diese begannen erst bei 219 Euro, während MSI X470 Mainboards schon ab 125 Euro erhältlich sind. Und die Preise von ASUS sollen ebenfalls höher liegen.

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Die Preise für die AMD X570 Mainboards von MSI reichen von 219 Euro für das „MPG X570 GAMING PLUS“ bis zum praktisch voll-ausgestatteten „MEG X570 GODLIKE“ für 777 Euro, das sich an Hardcore-Gamer und -Overclocker richtet. Der Vergleich zur vorherigen Generation fällt nicht positiv aus. Das „MSI X470 Gaming Plus“ gibt es derzeit schon ab 125 Euro und das aktuelle Topmodell der AMD X470 Serie von MSI, das „X470 Gaming M7 AC“ ist auch schon für rund 255 Euro zu haben.

ASUS und Gigabyte hatten in ihren AMD X570 Ankündigungen dagegen schon gar keine Preise genannt, aber jetzt sind die ersten Preise von ASUS durchgesickert und sie sehen kaum besser aus als bei MSI, wie die folgende, inoffizielle und nicht vollständige Tabelle verrät.

ASUS Mainboards mit AMD X570 Chipsatz (Auszug)
Prime X570-P TUF Gaming X570-Plus Prime X570-Pro ROG Strix X570-F Gaming ROG Crosshair VIII Hero ROG Crosshair VIII Formula
$159,99 $169,99 $249,99 $299,99 $359,99 $699,99

Auch hier bietet sich der Vergleich zu den jeweiligen Vorgängern aus der X470-Generation an und hier werden Aufpreise von bis zu 100 Euro fällig. So kostet das „ROG Strix X470-F Gaming“ aktuell etwa 195 Euro und das „ROG Crosshair VII Hero“ gibt es ab rund 240 Euro, wohingegen die jeweiligen X570-Nachfolger für 300 bzw. 360 US-Dollar gelistet sind.

AMD und die Mainboard-Hersteller werden als Begründung für die höheren Preise natürlich PCI Express 4.0 und eine aufwändigere Kühlung für den AMD X570 Chipset anführen, da letzterer deutlich wärmer wird als die Chipsätze der 400er Serie. Außérdem dürfte es verbesserte Spannungswandler und eine optimierte Anbindung der Speichersteckplätze geben, aber das kommt auf den Einzelfall an. Und natürlich wollen sowohl AMD als auch ASUS, Gigabyte sowie MSI Geld verdienen und die hohe Erwartungshaltung an die Ryzen 3000 auf Basis der „Zen 2“ Mikroarchitektur mit der Unterstützung von PCI Express 4.0 sowie der damit einher gehenden Beschleunigung von SSD-Zugriffen und Grafikkarten bietet sich als gute Gelegenheit dazu an.

Es gibt aber immer noch günstigere Alternativen, denn schließlich sind die neuen Ryzen 3000 Prozessoren kompatibel mit bisherigen AM4-Mainboards, zumindest mit fast allen Hauptplatinen mit AMD X470 und B450 Chipsätzen. Man muss dabei natürlich auf PCI Express 4.0 und in vielen Fällen auf mehrere M.2 Steckplätze verzichten, aber dafür gibt es diese Mainboards schon ab lediglich rund 60 Euro.

Quelle: techpowerup.com

Frank Schräer

Herausgeber, Chefredakteur und Webmaster

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