Google Stadia: Eigene Spieleentwicklung wird eingestellt

Exklusive Titel für das Cloud-Gaming-Angebot sind nicht mehr geplant

Der Anfang vom Ende? Schwer zu sagen: Google stellt die eigene Spieleentwicklung für seinen Cloud-Gaming-Dienst Stadia ein. So hatte man mit SG&E und der Veteranin Jade Raymond („Assassin’s Creed“) ursprünglich große Pläne angekündigt. Es sollte Exklusivtitel für Stadia geben, die man nicht auf anderen Plattformen findet und welche die Möglichkeiten des Dienstes voll ausschöpfen. Doch das eigene Entwicklerstudio wird ersatzlos eingestampft.

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Es ist kein Geheimnis, dass Google Stadia bisher überschaubare Nutzerzahlen aufweist. Auch Google selbst scheint nur halbherzig hinter dem Angebot zu stehen: Beispielsweise erschien der neue Chromecast mit Google TV ohne Unterstützung für Stadia. In Stellungnahmen betont das Unternehmen zwar immer geradezu predigend, dass man Stadia langfristig etablieren wolle und voller Energie sein, doch die Strategie sagt etwas anderes.

Laut Google werde man seine Ressourcen lieber in die Technologie von Stadia stecken. Hochkarätige Spiele zu entwickeln brauche viele Jahre und man sei der Meinung, das Geld sei besser in die Technik investiert. Das Argument wirkt angesichts der immensen Ressourcen von Google aber natürlich etwas zweifelhaft. Jade Raymond habe Google nun auf eigenen Wunsch verlassen, um sich anderen Optionen zuzuwenden. Das ehemalige Team von SG&E werde neue Positionen innerhalb Googles erhalten.

André Westphal

Redakteur

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